• Dagmar Ziegler tritt nicht wieder an: SPD-Bundestagsabgeordnete hört 2021 auf

Dagmar Ziegler tritt nicht wieder an : SPD-Bundestagsabgeordnete hört 2021 auf

Dagmar Ziegler (59) gehört seit 2009 dem Deutschen Bundestag an. 1990 hatte sie in Lenzen die SPD mitbegründet.

Benjamin Lassiwe
SPD-Politikerin Dagmar Ziegler.
SPD-Politikerin Dagmar Ziegler.Foto: picture alliance / Dana Kazda/dp

Potsdam - Die Prignitzer Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (SPD) wird 2021 nicht wieder für den Deutschen Bundestag antreten. Das teilte die 59-Jährige im sozialen Netzwerk Facebook mit. Sie wolle das Streben nach einem Parlamentssitz nun jemandem überlassen, der "nach mir ebenso mit Schwung, Elan und vielen Ideen für unsere Bürgerinnen und Bürger arbeitet."


Ziegler gehört seit 2009 dem Deutschen Bundestag an. Seit 2013 ist sie eine von vier Parlamentarischen Geschäftsführerinnen der SPD-Bundestagsfraktion. 1990 hatte Ziegler in Lenzen die SPD mitbegründet. Von 1993 bis 1998 war sie dort ehrenamtliche Bürgermeisterin. Von 1994 bis 2009 gehörte sie für die Prignitz dem Brandenburger Landtag an, von 2000 bis 2004 war sie zunächst Finanzministerin und von 2004 bis 2009 Arbeit- und Sozialministerin in den Landesregierungen von Manfred Stolpe und Matthias Platzeck (beide SPD). 

"Große Verdienste um die Partei erworben"


Im Bundestag ist sie unter anderem Sprecherin der Elbe-Gruppe in der SPD sowie Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. "Ich habe meine Entscheidung getroffen", sagte Ziegler. "Ich werde keine weitere Kandidatur anstreben." Allerdings wolle sie weiter politisch aktiv bleiben, und auch ihr Mandat bis zum Ende der Legislatur wahrnehmen. 


"Dagmar Ziegler hat sich große Verdienste um die Partei erworben", sagt der SPD-Generalsekretär und Landtagsfraktionsvorsitzende, Erik Stohn, gegenüber dieser Zeitung. "Es sind große Fußstapfen, die sie hinterlässt." Ihre Entscheidung komme aber zum richtigen Zeitpunkt: Um eine geordnete Nachfolge zu organisieren und das Bundestagsmandat bei den nächsten Wahlen wieder direkt zu gewinnen, müsse man sich ja auch vor Ort bekannt mache. Deswegen sei es fair, dass sie die Entscheidung schon jetzt getroffen habe, so Stohn.

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