Brandenburg : Gerber: Flüchtlinge ausbilden

Eberswalde/Potsdam - Bei der schwierigen Suche nach geeigneten Auszubildenden sollten Unternehmen aus Sicht von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) die Flüchtlinge im Land stärker im Blick haben. Derzeit besuchten 1400 Geflüchtete märkische Oberstufenzentren. „Das ist ein Potenzial, dass wir nicht verschenken dürfen“, sagte Gerber am Samstag zur Eberswalder Ausbildungsmesse „Berufemarkt“.

Zwar bringe es „einiges an Papierarbeit“ mit sich, einen Flüchtling anzustellen, das Land biete dabei aber Hilfe an. Gerber verwies dabei auf die „bea-Brandenburg-Betriebliche Begleitagentur“, die vom Land gefördert werde. Sie unterstütze besonders kleine und mittlere Unternehmen, die bereit sind, geeignete Flüchtlinge bis zum Alter von 30 Jahren in Ausbildung und Beschäftigung zu übernehmen. Gleichzeitig sprach sich der Minister dafür aus, dass Unternehmen, die Azubis suchen, frühzeitig auf ausbildungswillige Jugendliche zugehen sollten. Dafür seien Ausbildungsmessen ein guter Rahmen. Aktuell können zwischen Elbe und Oder rund 290 Berufe erlernt werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich am Wochende positiv über die Bewältigung des Flüchtlingsstroms in Brandeburg geäußert. Das Land habe den Flüchtlingsandrang als „Bewährungsprobe für Mitmenschlichkeit und Solidarität“ bestanden. „Ohne den tatkräftigen Einsatz Hunderter Helfer wäre die menschenwürdige Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge kaum zu schaffen“, hob er am Samstag auf einer „Danke-Feier“ der Evangelischen Kirche in Potsdam hervor. Die Helfer hätten „etwas Großartiges geleistet“, lobte Woidke. Jetzt komme es darauf an, die Geflüchteten gut zu integrieren. dpa

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