AfD-Landesvorsitz : Kubitzki zieht Kandidatur zurück

Der Landtagsabgeordnete Steffen Kubitzki will die Kandidatur von René Springer unterstützen. Auch Vizechefin Birgit Bessin tritt an.

Klaus Peters
Kritik am Bundesvorstand: Brandenburgs AfD-Fraktionsvize Steffen Kubitzki.
Steffen Kubitzki von der AfD.Foto: Patrick Pleul/dpa

Potsdam - Der AfD-Landtagsabgeordnete Steffen Kubitzki hat seine Kandidatur für den Landesvorsitz der Brandenburger AfD zurückgezogen. Nach intensiven Gesprächen mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer habe er sich entschlossen, dessen Kandidatur zu unterstützen, teilte Kubitzki am Dienstag auf Anfrage mit. „Es wird höchste Zeit, mit einer stringenten strategischen Arbeit unsere Wachstumsziele zu verwirklichen und die Gründe für den jüngsten Vertrauensverlust beim Wähler endlich abzustellen“, sagte Kubitzki mit Blick auf die Verluste der AfD in Brandenburg bei der Bundestagswahl gegenüber der Wahl 2017.

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Er selbst wolle sich bei dem Landesparteitag am 20. und 21. November um das Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden bewerben. Springer hatte am vergangenen Mittwoch seine Kandidatur für den Landesvorsitz erklärt. Der 42-Jährige war Büroleiter von dem Ehrenvorsitzenden der Brandenburger AfD, Alexander Gauland, und ist Sprecher für Arbeit und Soziales der AfD-Bundestagsfraktion.

Ebenfalls am vergangenen Mittwoch hatte auch die Landtagsabgeordnete und Vizechefin der Landespartei Birgit Bessin ihre Bewerbung für den Landesvorsitz bekannt gegeben. Sie galt als Vertraute des Ex-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz, dessen Parteimitgliedschaft im vergangenen Jahr erst vom AfD-Bundesvorstand und dann vom AfD-Bundesschiedsgericht aufgehoben worden war, weil er eine Mitgliedschaft in einer rechtsextremen Organisation verschwiegen haben soll. Bessin gehörte zu den ersten Unterzeichnern der „Erfurter Resolution“ des inzwischen aufgelösten rechtsnationalen „Flügels“ der Partei rund um den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke. (dpa)

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