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  • 29.05.2015

Klage gegen Asylheim abgewiesen Verwaltungsgericht stützt Planungen der Stadt

Groß Glienicke - Anwohner aus Groß Glienicke sind mit ihrer Klage gegen die von der Stadtverwaltung geplante Flüchtlingsunterkunft in dem Ortsteil gescheitert. Das teilte ein Sprecher des Potsdamer Verwaltungsgerichts am Donnerstag auf PNN-Anfrage mit. Durch die Planungen für das Heim in der Waldsiedlung in Groß Glienicke seien Nachbarschaftsrechte nicht tangiert, habe das Gericht befunden, so der Sprecher.

Die Unterkunft für bis zu 100 Flüchtlinge in der ehemaligen Waldschule wird gerade umgebaut und soll im Juli bezugsfertig sein. Derzeit wohnen in dem abseits gelegenen Gebiet mehr als 50 Menschen, zumeist in Einfamilienhäusern, mehrere Hundert sollen es einmal werden. Gegen die Planungen hatten einige Anwohner bereits im Winter protestiert. Unter anderem wurde kritisiert, dass die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schlecht sei, keine Geschäfte, Ärzte oder Integrationsangebote vorhanden seien. Geklagt wurde allerdings gegen die Umnutzung des Gebäudes als Heim, wie der Gerichtssprecher bestätigte – eigentlich sei dort eine Schule oder Kita vorgesehen gewesen. Allerdings sei die Änderung der Nutzung aus Sicht des Gerichts nicht wesentlich, würden weiterhin soziale Zwecke verfolgt, so der Sprecher. Klargestellt wurde demnach auch, dass eine Asylbewerberunterkunft in einem Wohngebiet zulässig sei, hieß es. Geklagt hätten zwei Nachbarn. Wie berichtet waren zuvor Klagen abgewiesen worden, da zu diesem Zeitpunkt die Stadt noch keine Umbaugenehmigung für die Unterkunft erteilt hatte.

In diesem Jahr muss Potsdam wie berichtet 980 Flüchtlinge aufnehmen. Deswegen werden in diesem Jahr noch mindestens vier weitere Unterkünfte eröffnet und weitere drei Standorte geprüft.HK

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