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  • 23.05.2012

Linke: „Minsk“ und alte Halle erhalten Scharfenberg: Den ganzen Brauhausberg für das Bad

Teltower Vorstadt - Mit einem eigenen Antrag zum Badneubau am Brauhausberg setzt sich die Stadtfraktion der Linken für einen Erhalt des Terrassenrestaurants „Minsk“ ein. Diese solle in die Gestaltung des Brauhausberges einbezogen werden. Forderungen wie diese, aber auch die Prüfung einer anderen Nutzung der alten Schwimmhalle, sollen Aufgabenstellung eines neuen städtebaulichen Wettbewerbs sein, heißt es in dem Linksantrag. Ziel sei es, das Bad bis 2016 fertigzustellen. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hatte bereits einmal angedeutet, es könnte bis zur Badeinweihung auch bis 2017 dauern.

Nachdem sich 65 Prozent der Potsdamer, die an der Badumfrage teilnahmen, für den Brauhausberg aussprachen, wird nun mit einem entsprechenden Stadtverordnetenantrag der Verwaltung gerechnet. So lange wollte er nicht warten, wie Scharfenberg, der derzeit in Stockholm weilt, den PNN am Dienstag sagte. Sein Antrag enthalte „eigene Sichtweisen“. So soll es eine „landschaftsbezogene Entwicklung des Brauhausberges mit attraktiver Gestaltung des öffentlichen Bereiches in Anlehnung an frühere Qualitäten der Treppenanlage mit Wasserachse“ geben. Ferner fordert der Antrag eine „angemessene Architekturqualität, die dem innerstädtischen Standort im Stadtzentrum angemessen ist“. Die Möglichkeit einer ergänzenden Wohnbebauung solle geprüft werden „unter der Prämisse, die vorgenannten Ziele abzusichern“. Dieser Passus ist brisant, da doch die Stadt noch 200 Wohnungen auf dem Brauhausberg zulassen will, um den Badneubau durch den Grundstücksverkauf mitzufinanzieren. Scharfenberg erklärte den PNN, er wolle, dass „der ganze Brauhausberg“ für das neue Bad zur Verfügung steht „und nicht nur 50 Prozent“ und der Rest werde für Wohnungen verwendet. Ferner sieht der Antrag der Linken die Bildung eines Beirates vor, der die Umsetzung des Badneubaus am Brauhausberg begleitet. Neben je einem Fraktionsvertreter und dem Stadtsportbund sollen Bürgerinitiativen im Beirat vertreten sein, beispielsweise „Pro Brauhausberg“. gb

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