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  • 29.12.2011

RANDALE IN POTSDAM: Zwei verletzte Polizisten nach Demonstration von Linken

Protestplakat auch an der Fassade dieses Wohnprojekts in der Potsdamer Zeppelinstraße. Foto: Manfred Thomas

In Potsdam spitzen sich die Spannungen zwischen Stadt und linker Szene zu. Bei Rangeleien am Rande einer unangemeldeten Demo durch die Innenstadt seien am Mittwochabend zwei Polizisten verletzt worden, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag.

Seinen Angaben nach hätten sich etwa 70 Personen aus der Szene versammelt, um gegen hohe Mieten zu protestieren. Auf ihrem Weg, unter anderem ging es durch die Brandenburger Straße, hätten die Demonstranten Mülltonnen umgekippt und Feuerwerkskörper gezündet. Es werde  unter anderem wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Dagegen hieß es aus der Szene, Teilnehmer der Aktion seien ohne Warnung von der Polizei angegriffen worden.


Es waren die ersten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Szene in den letzten Jahren. Anlass für die Aktion war die friedlich verlaufene Räumung eines symbolisch am zweiten Weihnachtsfeiertag besetzten Hauses in Potsdam am Dienstag. Schon seit Wochen wehrt sich die linke Szene gegen Pachtzinserhöhungen für alternative Wohnprojekte in der Stadt.

Die Potsdamer Stadtverwaltung verurteilte die Gewalt bei der Demonstration: Durch Vandalismus verlören die politischen Forderungen an Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit. Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg warnte dagegen davor, die Proteste „zu kriminalisieren“.  HK

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