20.02.2018, 4°C
  • 11.10.2011
  • von Jana Haase

Die Superstars sind da

von Jana Haase

Hier geht’s lang. Nach Drehs auf Mallorca und in Schottland ist das Filmteam von „Der Wolkenatlas“ jetzt in Babelsberg eingetroffen. Für die Literaturverfilmung stehen mehrere Oscarpreisträger vor der Kamera. Foto: Manfred Thomas

Nach Drehs auf Mallorca und in Schottland ist das Team von „Der Wolkenatlas“ jetzt in Babelsberg. Der Bund bewilligte weitere Fördermillionen

Babelsberg - Die Vorarbeiten haben bereits vor Monaten begonnen, die erste Klappe fiel Mitte September – doch gedreht wurde zunächst auf Mallorca und in Schottland (PNN berichteten). Jetzt sind die Stars für den mit 100 Millionen Euro bislang wohl teuersten deutschen Film aller Zeiten, das Mammut-Projekt „Der Wolkenatlas“, auf dem Babelsberger Studiogelände eingetroffen. Sowohl die beiden Oscarpreisträger und Hauptdarsteller Tom Hanks („Forrest Gump“, „Terminal“) und Halle Berry („Monster’s Ball“) als auch „Matrix“-Bösewicht Hugo Weaving sowie die Wachowski-Geschwister („Matrix“), die gemeinsam mit Tom Tykwer („Das Parfum“) Regie führen, sind bereits auf dem Studiogelände gesehen worden. Ins Auge fallen zudem die Schilder am Studioeingang, die dem Filmteam, das bei einer derartigen Großproduktion schnell mehrere Hundert Menschen umfassen kann, den Weg zum Set weisen.

Eine offizielle Bestätigung für den Babelsberger Startschuss gab es gestern freilich nicht – weder vom Studio, in dem der Film zum Großteil entstehen soll, noch von der mit der Öffentlichkeitsarbeit betrauten Agentur in München. Es handele sich um „produktionsinterne Details“, hieß es dort nur diplomatisch. Bis zum Drehschluss Mitte Dezember soll so wenig wie möglich nach außen dringen – das Filmteam um den Babelsberger Produzenten Stefan Arndt („Das weisse Band“) hat sich für ein „Closed Set“ entschieden. Das liegt sicher auch am straffen Drehplan: Insgesamt nur 60 Drehtage sind für den Film, dessen Geschichte sich über mehrere Jahrhunderte spannt, angesetzt – Foto- und Interviewtermine für die Presse würden da nur Zeitverlust bedeuten.

Freuen können sich die Produzenten indes über weitere Millionen aus dem Filmfördertopf des Bundes: Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) des Kulturstaatsministers gab Anfang Oktober zusätzlich zu den bereits bewilligten vier Millionen Euro grünes Licht für weitere sechs Millionen Euro Förderung für den Film. Damit kommt „Der Wolkenatlas“ auf die bislang höchste DFFF-Fördersumme – zuvor hatte die Babelsberg-Koproduktion „Speed Racer“ aus dem Jahr 2007 mit neun Millionen Euro die Liste angeführt, gefolgt von der Babelsberger 3-D-Produktion „Die Drei Musketiere“, für die 2010 7,58 Millionen Euro flossen. Der DFFF unterstützt seit 2007 jährlich Filmproduktionen mit einer Gesamtfördersumme von 60 Millionen Euro – übernommen werden bis zu 20 Prozent der deutschen Herstellungskosten eines Films, allerdings maximal zehn Millionen Euro je Projekt. Bei Fördersummen von mehr als vier Millionen Euro bedarf es zudem einer Ausnahmegenehmigung durch den Förderbeirat. Rekordförderung für das Projekt gab es auch vom Medienboard Berlin-Brandenburg: 1,5 Millionen Euro bewilligt die gemeinsame Filmförderung beider Länder.

Die Regisseure von „Der Wolkenatlas“ wollen nach der literarischen Vorlage von Bestsellerautor David Mitchell eine Geschichte auf die Leinwand bringen, in der es um nichts weniger als die Zukunft der Menschheit geht. Im Mittelpunkt – so fasst es der DFFF zusammen – stehen ein Notar auf hoher See, ein ehrgeiziger Komponist, eine junge Journalistin, ein Verleger, eine geklonte Kellnerin und ein Sonderling in einer postapokalyptischen Welt, die alle schicksalhaft miteinander verbunden sind. Neben Tom Hanks, Halle Berry und Hugo Weaving werden auch die Oscarpreisträger Susan Sarandon („Dead Man Walking“) und Jim Broadbent („Iris“), sowie Ben Wishaw („Das Parfum“) und Hugh Grant („Tatsächlich... Liebe“) vor der Kamera stehen. Der Streifen soll Ende 2012, Anfang 2013 in den deutschen Kinos starten.

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!