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  • 14.04.2011

Neues Verfahren für Speicherstadt

Templiner Vorstadt - Weitere Verkäufe kommunaler Grundstücke in der Speicherstadt sollen künftig nach einem zweistufigen Verfahren analog zum Prozedere in der Potsdamer Mitte erfolgen. Einen entsprechenden Antrag der Bündnisgrünen hat der Bauausschuss am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Die Zustimmung der Stadtverordneten ist daher mehr als wahrscheinlich.

Hauptziel des Antrags ist es, eine architektonisch hochwertige Bebauung für die noch zu vergebenen Flächen zwischen den Mühlenspeichern und der Langen Brücke zu erreichen. Die Ausschreibung der Grundstücke soll kleinteilig erfolgen, in Abstimmung mit dem Gestaltungsrat, auch Wettbewerbe soll es geben. Auslöser waren die Pläne des Berliner Investors Klaus Groth für den Bau von 260 Wohnungen im mittleren Teil der Speicherstadt. Das Vorhaben war jüngst im Gestaltungsrat für Umfang und Gestaltung der Bebauung auf herbe Kritik gestoßen. Eine Einigung mit Groth zur Überarbeitung der Pläne ist Bestandteil des Antrags. Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) erklärte, Groth habe bereits Bereitschaft zur Überarbeitung signalisiert.

Groth hatte das Areal von der Pro Potsdam erworben, die auch die restlichen Flächen in der nördlichen Speicherstadt vermarktet. Nach Angaben des Unternehmens sind noch elf Teilgrundstücke mit Flächen zwischen 2000 und 3500 Quadratmetern im Portfolio, insgesamt sind es 24 000 Quadratmeter. Wie Pro-Potsdam-Sprecherin Kirstin Gebauer auf PNN-Anfrage sagte, läuft für fünf dieser Teilgrundstücke bereits ein Interessenbekundungsverfahren, das am 21. April endet. Da ein Stadtverordnetenbeschluss noch aussteht, könnten mögliche wirtschaftliche Auswirkungen noch nicht eingeschätzt werden, so Gebauer. pee

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