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Garnisonkirche

  • 27.06.2017
  • von Yvonne Jennerjahn

Potsdam: Bundespräsident Steinmeier wird Schirmherr für Garnisonkirche

von Yvonne Jennerjahn

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: R. Hirschberger/dpa

Frank-Walter Steinmeier übernimmt die Schirmherrschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam. Die Garnisonkirchenstiftung sieht das als große Ermutigung.

Potsdam - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Schirmherr für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Das teilte die Garnisonkirchenstiftung am Dienstag in Potsdam mit. Steinmeier hoffe, dass mit dem Bauwerk ein Lernort der deutschen Geschichte entstehe, an dem Besucher „Lehren aus einer wechselvollen Geschichte ziehen können, um für die Zukunft eines friedlichen und gerechten Europas einzutreten“, zitiert die Stiftung den Bundespräsidenten.

Die Schirmherrschaft sei „eine große Ermutigung auf dem Weg zum Wiederaufbau des Turmes als einem Ort, an dem Geschichte erinnert, Verantwortung gelernt und Versöhnung gelebt“ werde, betonte der Kuratoriumsvorsitzende und Berliner Altbischof Wolfgang Huber. Der Wiederaufbau des Turms der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Barockkirche soll nach derzeitiger Planung im Herbst beginnen. Die Gesamtkosten werden von der Stiftung auf rund 38 Millionen Euro beziffert.

Bund will zwölf Millionen Euro für Garnisonkirche zahlen

Zunächst soll mit dem Bau einer rund 26 Millionen Euro teuren Grundvariante begonnen werden. Dafür will der Bund zwölf Millionen Euro zur Verfügung stellen, der Antrag wird derzeit geprüft. Weitere Mittel kommen aus Spenden und Kirchenkrediten. Einschließlich der Bundesmittel stehen nach Stiftungsangaben bislang rund 27,5 Millionen Euro für das Bauvorhaben bereit. Weitere Mittel in Millionenhöhe sollen aus zusätzlichen Spenden finanziert werden.

Über das Bauvorhaben wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Gegner unter anderem aus der Stadt Potsdam und aus der evangelischen Kirche sehen die Garnisonkirche als Symbol des preußischen Militärs und des NS-Regimes. Die Befürworter des Wiederaufbaus argumentieren vor allem mit der Bedeutung des Bauwerks für das Stadtbild und einer Wiedergutmachung für den Abriss in der DDR. (epd)

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