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Barberini

  • 27.04.2017
  • von Katharina Wiechers

Neuer Besucherrekord: Barberini übertrifft renommierte Berliner Museen

von Katharina Wiechers

Besuchermagnet. Durchschnittlich knapp 17 000 Menschen besuchen die Ausstellungen im Museum Barberini. Das sind deutlich mehr als eine ähnliche Ausstellung im Alten Museum in Berlin vor Jahren hatte. Foto: Andreas Klaer

Die ersten Ausstellungen im Museum Barberini sind nur noch einen Monat lang zu sehen. Jetzt sind die Besucherzahlen noch einmal gestiegen - und sind sogar höher als in einigen bekannten Berliner Museen.

Potsdam - Rund einen Monat vor dem Ende der ersten Ausstellungen im Barberini ist das Museum voller denn je. Bis vergangenen Sonntag wurden 220 000 Tickets verkauft, sagte Barberini-Sprecherin Johanna Köhler auf PNN-Anfrage. Seit der Eröffnung im Januar kamen demnach durchschnittlich fast 17 000 Besucher pro Woche, um sich die Schauen „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“ und „Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky“ anzusehen. Damit übertrifft das von Software-Milliardär und Potsdam-Mäzen Hasso Plattner gestiftete Museum sogar renommierte Häuser in Berlin: In die Impressionismus-Expressionismus-Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, die als erfolgreichste Schau in der Geschichte des Berliner Museums gilt, kamen vor zwei Jahren durchschnittlich rund 14 400 Besucher wöchentlich.

Das Museum Barberini öffnet nun auch dienstags

Die Besucherfrequenz im Barberini hat sich im Vergleich zu den ersten Wochen sogar noch erhöht. Das liegt laut Köhler auch an den verlängerten Öffnungszeiten. Seit 1. April hat das Museum schon ab 10 statt wie zuvor ab 11 Uhr geöffnet. Ab 1. Mai entfällt zudem der einzige Schließtag die Woche – dann wird das Barberini auch dienstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet sein. Nur Führungen gibt es an Dienstagen auch weiterhin keine. Einige der vielen Besucher dürften auch angesichts des baldigen Endes der ersten Ausstellungen jetzt noch den Weg ins Barberini suchen. Die Ausstellungen sind nur noch bis zum 28. Mai zu sehen.

Besucher berichten, dass sich mittlerweile nicht nur an der Kasse, sondern teilweise auch vor einzelnen Räumen lange Schlangen bilden – so soll eine Überfüllung der besonders populären Säle vermieden werden. Köhler empfiehlt einen Besuch am Nachmittag nach 16 Uhr. „Je später, desto leerer wird es in der Regel“, sagte sie. Außerdem sei es unter der Woche etwas leerer als am Wochenende.

In jedem Fall zu empfehlen seien Zeitfenster-Tickets, die online reserviert werden können. Damit kann zumindest die Schlange an der Kasse vermieden werden – und man wird sofort eingelassen. Verfügbare Zeiträume gibt es noch an quasi allen Tagen – besonders wenige Reservierungen sind laut Köhler noch dienstags zu verzeichnen, wohl weil viele Besucher noch den Schließtag im Kopf haben.

Eingeschränkter Betrieb bis zum 17. Juni 

Nach dem Ende der Ausstellungen „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“ und „Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky“ hat das Barberini einen Tag lang komplett geschlossen. Bis dann am 17. Juni die Ausstellung „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ eröffnet, findet ein eingeschränkter Betrieb statt: So können lediglich die Werke der DDR-Künstler, die Skulpturen-Schau im Lelbach-Saal, die Schau „Abstraktion transatlantisch“ und die Bilder aus „The Phillips Collection“ betrachtet werden. Auch der Saal, der sich der Geschichte des wiederaufgebauten Hauses widmet, bleibt geöffnet. Während des eingeschränkten Betriebes liegt der Eintritt bei ermäßigten vier Euro. Drei Tage vor der Eröffnung der neuen Sonderausstellung schließt das Haus dann noch mal komplett – also vom 14. bis zum 16. Juni.

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