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  • 14.03.2017
  • von Klaus Peters

Oberbürgermeisterwahl 2018: Potsdamer Parteien suchen Nachfolger für Jakobs

von Klaus Peters

Jann Jakobs (SPD) bleibt bis zum November 2018 Potsdams Oberbürgermeister. Wer kommt danach? Foto: Johanna Bergmann

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs kündigt nach fast 15 Jahren seinen Rückzug an. Die übrigen Parteien wittern ihre Chance. Auch Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg hält sich die Option offen.

Potsdam - Nach dem angekündigten Rückzug von Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat bei den Parteien die Suche nach Kandidaten für die Nachfolge begonnen. SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz kündigte entsprechende Beratungen der Parteigremien über einen Zeitplan an. Auch bei der CDU hat bereits die Suche nach einem geeigneten Kandidaten begonnen. "Wir werden zu gegebener Zeit einen eigenen Vorschlag unterbreiten", sagte CDU-Kreischef Steeven Bretz am Dienstag. Jakobs hatte am Montagabend bekannt gegeben, dass er Ende 2018 nicht für eine dritte Amtszeit antreten wolle. Der 63-Jährige ist seit 2002 Oberbürgermeister in Potsdam.

Auch der Fraktionschef der Linken, Hans-Jürgen Scharfenberg, hält sich die Option auf eine Kandidatur offen. Der 62-Jährige war 2002 und 2010 bei den Oberbürgermeisterwahlen gegen Jakobs unterlegen. "Ich habe nicht erwartet, dass Jakobs sich so schnell und so deutlich äußert", sagte Scharfenberg am Dienstag. "Und ich denke, dass diese Entscheidung für meine Überlegungen nicht ohne Einfluss bleibt."

Teuteberg (FDP): "Das Oberbürgermeisteramt in Potsdam ist kein Erbhof der SPD"

FDP-Kreischefin Linda Teuteberg will dagegen für die Oberbürgermeisterwahl im November 2018 ein neues bürgerliches Bündnis schmieden. Die 35-Jährige bot der CDU und den Grünen dazu Gespräche an. "Das Oberbürgermeisteramt in Potsdam ist kein Erbhof der SPD", sagte Teuteberg. "Die Potsdamer haben einen Anspruch auf eine bestmögliche Auswahl." CDU-Kreischef Bretz reagierte daraufhin aber sehr reserviert. "Ich habe die Aussage von Frau Teuteberg zur Kenntnis genommen", erwiderte der 41-Jährige lediglich.

Die Landeshauptstadt Potsdam war seit der Wende fest in der Hand der SPD: Auf Oberbürgermeister Horst Gramlich folgte der damalige Umweltminister und spätere Ministerpräsident Matthias Platzeck, der 2002 wiederum von Jakobs abgelöst wurde. (dpa)

 

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Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wird große Fußstapfen hinterlassen, größere noch als Matthias Platzeck sie hinterließ. Die SPD sollte die Nachfolge schnell klären, meint PNN-Autor Peer Straube.

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