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Barberini

  • 20.01.2017
  • von Katharina Wiechers

Potsdams neues Museum Barberini: Es ist eröffnet

von Katharina Wiechers

Bundeskanzlerin Angela Merkel (4vr, CDU) und der Unternehmer Hasso Plattner (3vl) besuchen zusammen mit (l-r) SAP-Chef Bill McDermott, dem Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, Bill Gates und Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instiuts in Potsdam. Foto:

Das neue Museum Barberini ist nun offiziell eröffnet. Zahlreiche Prominente waren dabei. Am Samstag können Besucher das Museum kostenfrei besichtigen.

Potsdam - Im Beisein namhafter Prominenz ist am Freitag das Museum Barberini am Alten Markt offiziell eröffnet worden. Unter den Gästen war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich sehr beeindruckt zeigte. Die Bilder, die technische Ausstattung des Gebäudes und die Komposition der Ausstellungen – all das das „atemberaubend“, so die Kanzlerin. Dies sei der Intuition, der Sachkunde und der Entschlossenheit Hasso Plattners zu verdanken. Die Stiftung von SAP-Gründer und Kunstmäzen Plattner hat den Wiederaufbau des Palastes bezahlt und betreibt auch das Museum. In den Eröffnungsausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne sind zahlreiche Werke aus seiner Privatsammlung zu sehen.

Dass das Barberini wieder aufgebaut wurde und wie das geschehen sei, „sagt viel über unser Land aus“, so Merkel bei der Eröffnung. Ohne Mäzene wie Hasso Plattner wäre die Kulturnation Deutschland weitaus ärmer. Das Museum Barberini stehe für „Verantwortung, Großherzigkeit und Weltoffenheit“.

Plattner: Obwohl ich inzwischen mehr als ein Haus habe, sind die Wände langsam voll

Plattner betonte in seiner Rede erneut, dass er das Museum bewusst in Potsdam und damit auf dem Gebiet der ehemaligen DDR errichtet habe. Er erinnerte an seinen ersten Besuch in Potsdam 1988, das bis dahin für ihn als West-Berliner unerreichbar gewesen sei. Damals seien die Gebäude zwar etwas grau gewesen, „aber trotzdem wunderschön.“ Er ging auch auf die Anfänge seiner Sammlertätigkeit ein: Von seinen Gewinnen beim Software-Unternehmen SAP habe er die ersten Werke gekauft. „Und obwohl ich inzwischen mehr als ein Haus habe, sind die Wände langsam voll.“ So sei die Idee entstanden, ein Museum zu bauen.

Zu den Gästen bei der Eröffnung zählte auch Microsoft-Gründer Bill Gates. „Bill G.“ sei Leihgeber der ersten Stunde gewesen, als es um die Zusammenstellung der ersten Ausstellungen ging, so Plattner. Er habe zuvor noch nie ein Bild für eine Ausstellung ausgeliehen. „Aber er sagte, für dich mache ich das“.

Am Samstagnachmittag ist das Museum Barberini im Rahmen des Stadtfests „Unterwegs im Licht“ für alle kostenfrei zu besichtigen, am Montag geht der reguläre Betrieb los.

 

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Mit einem Festakt wurde das neue Potsdamer Kunstmuseum Barberini am Freitagnachmittag eröffnet. Zuvor erhielt Hasso Plattner die Ehrenbürgerwürde der Stadt Potsdam. Lesen Sie die Ereignisse des Tages im Newsblog nach.

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Potsdam bekommt ein Museum, in dem man zukünftig Kunst auf Weltniveau erleben kann. Nun liegt es an den Potsdamern, dieses Geschenk zu feiern. Ein Kommentar.

 



Alles rund um die Eröffnung des Museums Barberini lesen Sie in der Wochenendausgabe der PNN oder ab 22.15 Uhr im E-Paper. 

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