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Barberini

  • 14.01.2017
  • von Alexander Fröhlich

Museum Barberini Potsdam: Großeinsatz der Polizei bei Museums-Eröffnung

von Alexander Fröhlich

Karsten Schiewe wird den Einsatz zur Barberini-Eröffnung leiten. Foto: Polizei

Am Freitag wird das neue Museum Barberini feierlich eröffnet. Es werden auch einige "sicherheitsrelevante Personen" erwartet, wie unter anderem Bill Gates.

Potsdam - Für die Polizei ist die feierliche Eröffnung des Museums Barberini am kommenden Freitag alles andere als eine „normale Lage“, wie der Leiter des Einsatzstabs der Polizeidirektion West, Karsten Schiewe, den PNN sagte. Es handle sich um ein „herausragendes Ereignis an einem herausragenden Ort mit herausragenden Besuchern“. Es kommt eine Reihe von sogenannten sicherheitsrelevanten Personen. „Die Liste der geladenen Besucher liest sich wie ein who is who herausragender Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie anderen Bereichen“, erklärte Schiewe. Bekannt ist, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Eröffnungsfeier kommt, ebenso Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Die Liste sicherheitsrelevanter Personen ist aber wesentlich länger“, sagte Schiewe. „Beispielsweise wird auch Bill Gates erwartet.“

Im November gab es noch eine Absage von Bill Gates

Der Gründer des Software-Konzerns Microsoft und Multimilliardär hat aus seiner Sammlung mindestens ein Werk für die Eröffnungsschau des Museums Barberini von Mäzen Hasso Plattner mit weltweit bekannten Werken des Impressionismus beigesteuert. Noch im November hatte ein Sprecher der Bill & Melinda Gates Foundation auf Anfrage erklärt, bedauerlicherweise werde Herr Gates nicht zur Museumseröffnung nach Potsdam kommen können. Nach PNN-Informationen bemühte sich das Museum intensiv, Gates doch noch umzustimmen.

Schwerpunkt der Polizei sei es, „einen sicheren Bereich um den Veranstaltungsort herum“ zu gewährleisten. Der Personalaufwand dafür sei nicht gering. Wie viele Polizisten genau im Einsatz sein werden, wollte er nicht sagen. Potsdam soll aber keine Stadt im Belagerungszustand sein. „Wir wollen sichtbar sein, aber optisch nicht dominieren. Der Charakter eines herausragenden Festes der Kunst und Kultur soll im Mittelpunkt stehen, wir möchten nicht einen Tag der offenen Tür der Polizei veranstalten“, erklärte Schiewe. „Wir als Polizei sind bestrebt, uns professionell im Hintergrund zu halten, im Bedarfsfall aber auch zügig agieren zu können.“ Die Polizei will die Auswirkungen durch die Anreise der geladenen Besucher für den Feierabendverkehr möglichst klein halten. Die Einfahrt zum Alten Markt werde nicht möglich sein. Weite Teile des Platzes „werden gerade zu Beginn der Festveranstaltung nicht zugänglich sein“, sagte der Beamte. „ Wir möchten aber auch keine Bastion Alter Markt errichten und werden insofern auch mit Augenmaß agieren“, sagte er. Die Polizei müsse aber Aktionsflächen für sich freihalten. Je nach Sicherheitslage könne sich das Konzept noch ändern. „Und da wir nicht die Froschperspektive einnehmen, bewerten wir ständig sehr intensiv, ob Ereignisse und Entwicklungen in Brandenburg, in Deutschland, in Europa und in der Welt einen Einfluss auch auf uns haben können“, so Schiewe. 

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