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  • 09.06.2014
  • von Holger Catenhusen

Garnisonkirche: „Kein einheitliches Bild“

von Holger Catenhusen

Die Wanderausstellung anlässlich des 80. Jahrestages der Bekennenden Kirche ist noch bis Freitag, den 13. Juni, von 11 bis 19 Uhr in der Französischen Kirche zu sehen. Der Eintritt ist frei. Foto: Manfred Thomas

Superintendent Joachim Zehner über die Haltung evangelischer Potsdamer Gemeinden während der NS-Zeit – und warum ihm der Wiederaufbau der Garnisonkirche so wichtig ist

Herr Dr. Zehner, Sie haben kürzlich gemeinsam mit anderen die Ausstellung „Bekennt euch!“ in der Französischen Kirche eröffnet. Die Schau thematisiert das Verhältnis von Kirche und NS-Staat. Wozu hatten sich Potsdamer evangelische Gemeinden in der NS-Zeit bekannt?

Da gibt es kein einheitliches Bild. In den protestantischen Kirchengemeinden Potsdams herrschten unterschiedliche Strömungen. Die Gemeinde der Erlöserkirche zum Beispiel hielt deutlich zur Bekennenden Kirche. Man hat sich dort nicht vom nationalsozialistischen Staat vereinnahmen lassen wollen. Dasselbe gilt auch für die Garnisonkirche, in der ebenfalls viele Gemeindeglieder zur Bekennenden Kirche standen. Anders hingegen die Friedenskirche...


Das ganze Interview lesen Sie in der DIENSTAGSAUSGABE der POTSDAMER NEUESTEN NACHRICHTEN


Doch es gibt beträchtlichen Widerstand gegen den Aufbau der Garnisonkirche. Auch ist die Rolle der Potsdamer Christen in der NS-Zeit nur teilweise erforscht. Eine genaue Betrachtung der Vergangenheit scheint daher geboten zu sein.

In unserem Kirchenkreis hat sich eine Arbeitsgruppe zusammengefunden, in der die Geschichte der Potsdamer Christen im Nationalsozialismus näher erforscht werden soll. Der Impuls für diese Arbeitsgruppe kam aus dem Beschluss der Kreissynode zum Wiederaufbau der Garnisonkirche. Voraussichtlich noch im Juni wird der Kreiskirchenrat über einen Antrag entscheiden, diese Arbeit mit Mitteln aus dem kreiskirchlichen Projektfonds zu fördern. Wann die Gruppe konkrete Ergebnisse vorlegen wird, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall soll das dann transparent in der Öffentlichkeit geschehen.

 

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