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  • 16.11.2016
  • von Henri Kramer

Standort für neue Grundschule gesucht: Babelsberger organisieren sich gegen Schulneubau

von Henri Kramer

In Babelsberg ist der Bedarf besonders für die Grundschulen höher als erwartet. Foto: dpa

Für eine neue Grundschule in Babelsberg gibt es zwei Varianten. Für einen geplanten Standort müsste das Wäldchen zwischen Uhland- und Reuterstraße weichen. Das wollen Anwohner verhindern.

Babelsberg - Gegen den von der Stadtverwaltung erwogenen Standort für eine neue Grundschule an der Uhlandstraße regt sich Widerstand. Inzwischen wollen Anwohner eine Bürgerinitiative gründen und haben sich dafür an Fraktionen im Stadtparlament gewandt.

Anwohner wollen 300 Bäume erhalten

Den PNN liegt das Schreiben der Babelsberger vor. Sie wenden sich vor allem gegen den Plan, für den Schulstandort ein Wäldchen zwischen Uhland- und Reuterstraße zu fällen. Doch dies sei ein „geschütztes Biotop mit etwa 300 alten Bäumen“, so die Anwohner – die um ihren „Spiel- und Erholungsraum“ bangen. Der Wald sei schon von Friedrich dem Großen angelegt worden. Am kommenden Montag wollen sich die Anwohner nun ab 19 Uhr in der Plantagenklause in der Rudolf-Breitscheid-Straße 85 treffen und die Bürgerinitiative offiziell gründen – unter dem Namen „Der Wald bleibt!“.

Das Thema stand bereits am Dienstagabend auf der Tagesordnung des Bildungsausschusses der Stadtverordneten. Doch dort wurde es vertagt – vor allem mit Hinweis auf die am morgigen Donnerstag anstehende Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Schulentwicklung, in der Experten, Elternvertreter und Stadtpolitiker gemeinsam über neue Standorte beraten. Die oppositionelle Linke hat bereits ihren Widerstand gegen den Uhlandstraßen-Plan angekündigt – für den auch der Flächennutzungsplan der Stadt geändert werden müsste, der in dem Bereich eigentlich eine Grünfläche vorsieht. Das Grundstück selbst gehört der Stadt.

Hoher Bedarf an Grundschulen in Babelsberg

In Babelsberg ist wie berichtet der Bedarf besonders für die Grundschulen höher als erwartet. Für die neue Schule gibt es noch zwei weitere Varianten: Diese sehen den Schulbau auf dem jetzigen Sportplatz an der Sandscholle in Babelsberg vor. Der Sportplatz müsste dann entweder auf ein Grundstück am Horstweg zwischen Schlaatzweg und Nuthe ausweichen oder neben die neue weiterführende Schule am Bahnhof Rehbrücke – also sehr weit von Babelsberg entfernt. Bei der Uhlandstraße wiederum hatte die Stadt selbst eingeräumt, dass die Fläche dort für eine neue Schule ungünstig geschnitten sei – nämlich wie ein lang gezogenes Handtuch und noch von einer Straße durchzogen. Auf einer quadratischen Fläche sei eine Schule einfacher unterzubringen, hieß es bereits bei der Vorstellung der Pläne im Oktober. 

 

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