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  • 01.03.2013

Ermittlungen zu angeblichen Anschlägen

Innenstadt - Nach Meldungen der Antifa zu angeblichen Anschlägen auf linksalternative Hausprojekte ermittelt die Polizei – bislang aber ohne Ergebnis. Das bestätigte Polizeisprecher Heiko Schmidt den PNN auf Anfrage. Wie berichtet hatte die Antifa gemeldet, in der Nacht zum 3. Februar sei eine Feuerattacke auf das „Archiv“-Kulturzentrum in der Leipziger Straße verübt und eine Fensterscheibe des Hausprojekts „Chamäleon“ in der Hermann-Elflein-Straße eingeschlagen worden. In der Mitteilung, die drei Tage nach dem fraglichen Sonntag einging, hieß es weiter, in der Charlottenstraße seien mehrere Neonazi-Aufkleber angebracht worden. Die Antifa hatte dazu erklärt, die Polizei verharmlose rechtsextreme Straftaten.

Das weist die Polizei zurück. Wie Schmidt sagte, hätten sich bei der Spurensicherung am „Archiv“ keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass dort abgebrannte Mülltonnen vorsätzlich in Brand gesetzt wurden. Nach derzeitigem Stand geht die Polizei vielmehr von fahrlässig entsorgter heißer Asche als Brandursache aus. Es hätten sich auch keine Hinweise darauf ergeben, dass wie von der Antifa behauptet ein Papierstapel vor der Eingangstür des Hauses gebrannt habe. „Wenn es dafür Zeugen gibt, wären wir für deren Hinweise dankbar“, sagte Schmidt. Nach der Meldung der Antifa seien auch Polizisten aus der Staatsschutz-Abteilung zur Hermann-Elflein- und zur Charlottenstraße geschickt worden – vorher sei dies der Polizei schlicht nicht bekannt gewesen. Daher bittet die Polizei darum, kurzfristig über Straftaten informiert zu werden, um zeitnah möglichst umfangreiche Ermittlungen durchführen zu können. In der Charlottenstraße seien keine Aufkleber entdeckt worden. Am „Chamäleon“ sei allerdings eine notdürftig reparierte Fensterscheibe gefunden worden. „Daraufhin wurde eine Bewohnerin von den Polizisten befragt, sie konnte jedoch zu Einzelheiten der Beschädigung keine Angaben machen“, so Schmidt. Der Bitte, dass sich Zeugen der mutmaßlichen Sachbeschädigung bei der Polizei melden sollten, sei bisher niemand nachgekommen. Die Kontaktaufnahme mit dem Betreiberverein dauere daher noch an – genau wie die Ermittlungen in der Sache. Hinweise auf Straftaten, begangen durch Neonazis, lägen der Polizei nicht vor. HK

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