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  • 03.03.2012

Umfrage zu den Wohnkosten

Nach Badstandort und ihrer Meinung zu einem dritten Havelübergang sollen die Potsdamer demnächst ein drittes Mal befragt werden – diesmal zum Thema Wohnkosten. Das kündigte Fritz Reusswig vom Potsdamer Klimainstitut für Folgenforschung (PIK), am Freitag an. Reusswig ist Mitglied eines fünfköpfigen, unabhängigen Expertengremiums, das im Auftrag von Stadtpolitik und -verwaltung ein wohnungspolitisches Konzept für die Stadt ausarbeiten soll.

Die Gruppe, in der außerdem Rainer Radloff vom Mieterbund, Potsdams Chefstatistiker Reiner Pokorny, Carsten Hagenau vom Arbeitskreis Stadtspuren und Stefan Grzimek vom Energieforum Potsdam vertreten sind, soll bis November Handlungsempfehlungen ausarbeiten, wie die Stadt sozialen Folgen der stetig ansteigenden Wohnkosten zumindest abmildern kann. Dem allgemeinen Trend folgend, setzt die Expertenrunde auf eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung. Für die repräsentative Umfrage sollen 800 bis 1000 Einwohner aus verschiedenen Stadtteilen und Einkommensgruppen ausgewählt werden, sagte Reusswig. Gefragt werde etwa nach dem Anteil, den die Wohnkosten vom Einkommen verschlingen, aber auch nach Lösungsmöglichkeiten. Zudem sollen die Befragten abwägen – und Vorschläge machen können, wo die Stadt Investitionen streichen soll, um stattdessen Miet- und Wohnkosten niedriger zu gestalten. Wenn die Ergebnisse der Umfrage vorliegen, sollen sie in Workshops mit Stadtpolitikern und interessierten Bürgern weiter vertieft werden.

Seit dem gestrigen Freitag können die Potsdamer bereits im Internet über das Thema Wohnkosten diskutieren. Das Expertengremium hat unter www.potsdam22.de eine Homepage freigeschaltet. Dort gibt es nicht nur ein Forum für den freien Gedankenaustausch, sondern auch Informationen zur Entwicklung der Wohnkosten sowie deren Abhängigkeit vom Verbraucherverhalten, Klimawandel oder Energiewirtschaft. pee

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