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Themenschwerpunkt:

Das neue Potsdam

  • 06.01.2017
  • von Steffi Pyanoe

FAKTEN ZUM QUARTIER: Reihenhäuser in Parklandschaft

von Steffi Pyanoe

Die Templiner Straße führt zunächst einmal heraus aus der Stadt – nach Hermannswerder, nach Caputh und Ferch. Eine Durchfahrtsstraße, hier war die Stadt gleich zu Ende. Erst vor etwa zehn Jahren begannen die Planungen zur Umgestaltung und Wohnbebauung des Areals der nördlichen Templiner Vorstadt – auf der Vorderkappe. Bis dahin hatte die großzügige Trinkwasserschutzzone rund um das Wasserwerk in der Leipziger Straße jede Bauaktivität blockiert. Neben der denkmalgeschützten Villa Luisenhof auf dem Areal zwischen Templiner Straße und Havelufer standen zuletzt unter anderem heruntergekommene Baracken und Plattenbauten für Verwaltung und Gewerbezwecke. Jetzt soll hier wieder eine parkähnliche Landschaft mit Uferweg entstehen. Entlang der Straße sind derzeit mehrere Bauträger aktiv, auch in der Villa und darum herum entstehen Wohnungen und Häuser. Weit fortgeschritten ist das Projekt Stadthäuser Uferpark, ehemalige Templiner Straße 19. Hier baut seit 2014 die Firma CPC Projectconsult 29 Reihen- und Doppelhäuser nach Entwürfen von Square One Architekten aus Winterthur/Schweiz – moderne, großzügige Grundrisse und offene Küchen. Etwa 14 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen. Die Häuser verfügen über Wohnflächen von 110 bis 170 Quadratmetern, vier bis sechs Zimmer, und sind meist mit Dachterrasse ausgestattet. Die Fertigstellung der letzten Häuser ist für Ende 2017 geplant, viele Familien sind bereits eingezogen. Bis auf eine Doppelhaushälfte sind alle Einheiten verkauft, hauptsächlich an Familien aus Potsdam, Berlin und dem gesamten Bundesgebiet. Die Häuser sind hochwertig ausgestattet und verfügen über eine dezentrale Wohnraumlüftung und Dreifachverglasung. Die Heizung erfolgt mittels Gasbrennwerttherme mit solarer Warmwassererwärmung. Die Neubauten erfüllen damit die Anforderungen an den Wärmeschutz gemäß dem KfW-Effizienzhaus 70. Die einzelnen Einheiten wurden für Preise ab 400 000 Euro verkauft – je nach Größe und Lage. Die neue Privatstraße der Anlieger hat die offizielle Anschrift „Am Uferpark“.

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