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  • 17.03.2016
  • von Henri Kramer

Potsdam: Groß Glienicke will Experten für Uferwege

von Henri Kramer

Groß Glienicke/ Babelsberg - Die Entscheidung von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), die Stelle eines Uferwegsbeauftragten nicht neu zu besetzen, will der Ortsbeirat Groß Glienicke nicht hinnehmen. Am Dienstagabend votierte das Gremium einstimmig für einen Antrag, doch noch einen Nachfolger für das Amt zu benennen. Das bestätigte am Mittwoch Ortsvorsteher Winfried Sträter (Groß Glienicker Forum), der hinter dem Vorstoß steht.

Vor den Stadtverordneten hatte Jakobs Anfang März erklärt, die bisherige Uferwegsbeauftragte Kerstin Nicke habe die Stadtverwaltung verlassen – die Aufgaben würden nun von Rechtsamtschefin Karin Krusemark wahrgenommen. Eine Neuausschreibung sei nicht vorgesehen, weil für die Arbeit derzeit nicht einmal eine halbe Stelle erforderlich sei, so Jakobs. Erst wenn wieder mehr Arbeit anfalle, könne der Posten neu besetzt werden.

Sträter sagte, die Durchsetzung des öffentlichen Uferweges in seinem Ortsteil sei nach wie vor ein komplexes Thema, das einen Projektbeauftragten benötige. „Sonst droht das Thema in den normalen Geschäftsgang der Stadtverwaltung zu gehen“, sagte Sträter. Es wäre „fatal“, die Aufgabe durch die fehlende Nachfolge herunterzustufen. „Die zu erledigenden Aufgaben benötigen noch für einige Zeit die erhöhte Aufmerksamkeit und Kapazität der Verwaltung“, so Sträter.

Am Groß Glienicker See sperren Anlieger seit einigen Jahren Teile des einst öffentlichen Uferwegs, inzwischen sind Enteignungsverfahren eingeleitet worden. Parallel laufen auch Gespräche mit 21 Anrainern über eine gütliche Einigung in Sachen Uferweg, Ende vergangenen Jahres waren bereits acht Kompromisse erzielt. Ebenso kämpft die Stadt seit Jahren gegen den in weiten Teilen gesperrten Uferweg am Griebnitzsee. 

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