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  • 21.10.2013

An Potsdamer Straßenbahnhaltestelle beleidigt: Rechte Pöbelei

In der Tram nach Babelsberg pöbelte der Mann weiter. Foto: Manfred Thomas

Er pöbelte, zeigte den "Hitlergruß" und bleidigte ein kleines Mädchen. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Potsdam - Er pöbelte Passanten vor dem Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum an und zeigte den "Hitlergruß". Jetzt sucht die Polizei in einem Ermittlungsverfahren nach ihm - aber auch nach weiteren Zeugen und Geschädigten.

Am frühen Nachmittag des 16. September, gegen 14.10 Uhr, hatte ein Unbekannter die Beamten informiert, weil der Pöbler die Passanten in der Burgstraße beschimpfte - und mehrfach den "Hitlergruß" zeigte. Anschließend soll der als ungepflegt beschriebene Mann in die Straßenbahn der Linie 94 in Richtung Babelsberg gestiegen sein. Mit ihr fuhr er mindestens bis zur Haltestelle Alt Nowawes. Bekleidet sei der Mann mit einer verschlissenen Jeanshose, einer grauen Jacke und einem darunter getragenen Kapuzen-T-Shirt mit grauer Kapuze gewesen. Nach den bisherigen Ermittlungen des Staatsschutzes der Täter  unter anderem eine 70-jährige Frau und ein Kind beleidigt. Beide saßen an der Haltestelle Burgstraße, das Mädchen beschimpfte der Mann mit ausländerfeindlichen Parolen. Dabei soll der Mann neben Drohgebärden auch mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben. Von seinem Verhaltens eingeschüchtert soll das Mädchen davongelaufen sein.

In der Straßenbahn soll der  Mann dann weiterhin wahllos Fahrgäste angepöbelt und mit Faustbewegungen in Richtung der Gesichter der Leute eingeschüchtert haben. Was er dabei genau gesagt hat, ist bisher nicht bekannt. Nach ersten Ermittlungen des Staatsschutzeskönnte es sich beim Täter um einem 48-jährigen Obdachlosen handeln. Der Mann ist bereits polizeibekannt, er hat in angetrunkenem Zustand, bereits mehrfach Menschen auf ähnliche Art beschimpft.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen und insbesondere auch nach der etwa 70 jährigen Frau und dem Mädchen. (alm)

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