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  • 10.04.2013
  • von Guido Berg

Brauhausberg: Ausstellung im Hauptbahnhof

von Guido Berg

Wettbewerbsergebnisse bis 23. April zu sehen

Innenstadt - Wie der künftige Brauhausberg inklusive einem neuen Sport- und Freizeitbad aussehen könnte, ist seit Dienstag in den Bahnhofspassagen zu sehen. Noch bis zum 23. April zeigt die Stadt Potsdam dort die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs für das Brauhausberg-Bad. Zu sehen sind Modelle und Grafiken von 14 Planungsbüros. Als Gewinner bestimmte eine Jury Anfang März die Potsdamer Architekten Markus Löffler und Markus Engel; zweitplatziert ist das Hamburger Büro Konermann Siegmund Architekten. Die beiden Erstplatzierten sind am gegenwärtigen Architekturwettbewerb beteiligt, an dem 20 Büros teilnehmen und deren Ergebnisse Anfang Juli bekannt gegeben werden, wie Potsdams Baubeigeordneter Matthias Klipp (Bündnisgrüne) den PNN am Dienstag sagte. Als Baubeginn für das Bad ist das späte Frühjahr 2014 anvisiert, die Fertigstellung für das letzte Quartal 2016. Bauherr sind die Potsdamer Stadtwerke; die Bausumme ist auf 23 Millionen Euro gedeckelt, ausgenommen sind die Kosten für eine Tiefgarage sowie die Kosten, die mit der Hanglage einhergehen. Die Stadt Potsdam hatte zunächst das Bornstedter Feld als Badstandort favorisiert, die Potsdamer entschieden sich bei einer Befragung jedoch mehrheitlich für den Brauhausberg. Er sei „positiv überrascht, was sich die Architekten für den Brauhausberg alles haben einfallen lassen“, erklärte Klipp.

Wie Jury-Mitglied und Architekt Christoph Kohl sagte, hätten zwei Dinge bei der Kür der Gewinner den Ausschlag gegeben. Zum einen der Umgang mit der Landschaft: „Sichtbeziehungen sind in Potsdam tunlichst zu berücksichtigen“, erklärte Kohl. Zum anderen stand „das Bad in seiner Funktionalität“ im Vordergrund der Jury-Entscheidung. Der Siegerentwurf von Löffler und Engel habe „diese Komponenten sehr clever kombiniert“, so Kohl, als Autor eines früheren Masterplans für Speicherstadt und Brauhausberg selbst Kenner des Terrains. Kohl wies ferner auf Standortschwächen und mögliche Fehlinterpretationen hin: Die „Liegewiese an der Hauptkreuzung“ sei nun einmal die Entscheidung von 70 000 Potsdamern gewesen. Die von Löffler und Engel vorgesehene Pergola sollte im Architekturwettbewerb „nicht als Lärmschutzwall“ interpretiert werden. Guido Berg

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