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  • 30.03.2012

Stadt verlängert: „Archiv“ muss nicht schließen

Templiner Vorstadt - Das alternative Kulturzentrum „Archiv“ an der Leipziger Straße muss nicht zum Monatsende schließen. Die Bauaufsicht habe die Nutzungserlaubnis für das „Archiv“ erneut verlängert, teilte am Donnerstag die Stadtverwaltung mit. Bis Ende 2012 kann der Betreiberverein, der Archiv e.V., das marode Gebäude weiter nutzen. Dabei müssen laut Stadt Auflagen eingehalten werden. So dürften sich nicht mehr als 150 Menschen gleichzeitig im Haus aufhalten, auch müssten immer zwei von der Feuerwehr geschulte sogenannte Brandsicherheitswachen vor Ort sein. Maßgeblicher Grund für eine neuerliche Verlängerung der Nutzungsgenehmigung trotz massiver Mängel beim Brandschutz ist laut Rathaus, dass in den kommenden Wochen klar sein werde, wie die dringende Sanierung des „Archiv“ bezahlt werden kann.

Wie berichtet kostet die Sanierung des Baus rund 1,05 Millionen Euro. 625 000 Euro sollen aus dem Stadthaushalt an das Kulturzentrum fließen, das bisher in den 18 Jahren seines Bestehens keinerlei institutionelle Förderung aus öffentlichen Kassen erhalten hat. Fehlen noch rund 400 000 Euro. Die Stadt kann diese Summen nach Angaben von Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) nicht aufbringen. Er schlug dem Verein Archiv e.V. vor, einen zinsgünstigen Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen. Dafür würde die Stadt dem Verein das Haus für einen symbolischen Euro verkaufen oder einen Erbbauvertrag abschließen. Der Verein will in den kommenden zwei Monaten die Variante beraten. Ziel sei es, den Stadtverordneten im Juli einen ersten Vorschlag zu unterbreiten, so Archiv-Sprecher Kay Kärsten. Die gemeinnützige Arbeit dürfe nicht kommerzialisiert werden. SCH

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