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Potsdam: Linke scheitert mit Planungsstopp für Bad-Neubau

Gleich neben der Biosphäre soll das neue Potsdamer Freizeitbad entstehen. Foto: Andreas Klaer

Mehrheit der Stadtverordneten stimmt gegen Antrag. So kann im Bornstedter Feld weiter ein Bad geplant werden

Potsdam - Die Bad-Pläne für das Bornstedter Feld in Potsdam haben noch eine Chance: Im Stadtparlament ist die Linke-Fraktion am Mittwochabend mit ihrem Dringlichkeitsantrag, das  Ausschreibungsverfahren für den Bau eines Sport- und Freizeitbades neben der Biosphäre zu stoppen, gescheitert. Dagegen stimmten die Rathauskooperation um SPD, CDU/ ANW, Grüne und FDP mitsamt den Potsdamer Demokraten, dafür nur die Linke, die Andere und das Bürgerbündnis.

Zuvor hatte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zugesagt, im Dezember einen detaillierten Vergleich der Kosten für  ein neues Bad im Potsdamer Norden und der Sanierung der Schwimmhalle am Brauhausberg vorzulegen. Dabei orientiere sich das Rathaus an einem Vorschlag der SPD für ein bloßes Sportbad mit einem Sauna-Bereich am Bornstedter Feld, so Jakobs. Verglichen würden die  jährlichen Betriebskosten und Kosten für ergänzende Freizeitelemente.Ebenso sollen mögliche Erlöse aus Grundstücksverkäufen am Brauhausberg, die der Stadt bei einer Sanierung der dortigen Schwimmhalle entgehen würden, in die Rechnung einbezogen werden, hieß es. Jakobs kündigte zudem eine öffentliche Diskussion zu dem Varianten-Vergleich an. Die Debatte  zu den Bad-Plänen verlief emotionsgeladen. HK


MEHR DAZU UND ZU ANDREN BESCHLÜSSEN DAUS DER STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG FINDEN SIE IN DER DONNERSTAGSAUSGABE DER POTSDAMER NEUETSEN NACHRICHTEN




 

8 Kommentare

  • von Michael Springer03.11.2011 20:45
    Eine Planung für ein Stadtbad ist eine städtebauliche Aufgabe - nicht nur eine reine Kostenfrage!

    Ein Blick in das BauGB (§§ 1-3) schärft den Blick für das Notwendige.

    http://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/BJNR003410960.html#BJNR003410960BJNG000203301

    Ein kommunales Bad sollte allen Bürgern in allen Stadtteilen zugute kommen. Dazu ist eine zentrale Lage nötig.

    Der Standort Brauhausberg würde auch ein Zusammenwachsen der Stadt fördern - die allzusehr in Siedlungsteile zergliedert ist.

    Zudem ist dieser Standort praktisch ohne Umsteigen aus dem ganzen Stadtgebiet per ÖPNV erreichbar.

    Hier ist auch auch eine nachhaltige Auslastung gesichert - die notwendig ist, um einen hohen Kostendeckungsgrad zu erwirtschaften.

    In jedem Fall sollte so ein Bad mit Sauna & Wellnessbereich ausgestattet werden, weil man u.U. sogar einen kostendeckenden Betrieb
    erreichen kann.
  • von Havelländer03.11.2011 19:33
    Mein Blick in meine Glaskugel sagt mir der Bericht im Dezember fällt für die 4eckremise aus.

    Aber mal im Ernst:
    Erlöse für den Verkauf vom Brauhausberg hoch
    Baukosten für das neue Bad runter
    Besucherzahlen schön hoch ansetzten

    Dann wird es schon. Nur weil einige Neu-Potsdamer ein eigenes Bad möchten, wird es aber dennoch nicht billiger. Es liegt zudem viel zu weit draußen.

    @ Eichenlaub
    Sie sollten sich selber klarer ausdrücken.
    Und wenn schreibt plötze und redet nicht. Und dann dieses Ikea "du". Oder bin ich hier bei IKEA?
  • von Brauhausberg!!!03.11.2011 18:27
    Die beste Lösung vom Konzept und vom Standort ist und bleibt eine Schwimmhalle mit 50m-Bahnen, wie wir sie am Brauhausberg vorfinden. Alberne Spaßbadelemente entfallen, die Halle lädt zum Schwimmen und zu nichts anderem ein, ist von fast allen Stadtteilen und sogar aus dem Umland ohne Umsteigen mit dem ÖPNV erreichbar.
  • von Übersetzer03.11.2011 17:47
    Ich versuch mich mal an einer Übersetzung für den Eichenlaubträger:

    Spaßbad in potsdamer Norden nix gut, da zu viele andere Spaßbäder im Umkreis schon da. Wenige Besucher werden hohe Betriebskosten nicht decken. Finanzierung erfolgt dann wohl für alle Potsdamer über die Wasserpreise der EWP. Die wollen Spaßbad neben der ebenso wenig funktionierenden Tropenhalle betreiben.
    Schwimmhalle für Norden gut, da Bedarf für Schulsport gegeben (Schwimmen wird an Schule als Sportfach unterrichtet). Kosten für kleines Hallenbad (ohne Spaß)geringer als für große leere Planschoase.
    Werder liegt nicht hinterm Ural. Dort hin fahren ist keine Weltreise. Omnibus und Eisenbahn fahren regelmäßig und umweltfreundlich. Sogar öfter als die Straba in den Norden...
  • von Eichenlaub03.11.2011 14:48
    Eine Schwimmhalle für den Sportunterricht, für den Schwimmunterricht?
    Gehts noch?

    würde sich ob der Konkurrenz.. hä?

    Junge wie redest du denn?

  • von plötze03.11.2011 14:12
    Bei der Bäder- und Thermendichte im Land Brandenburg, insbesondere im Berliner Umland, wäre der Bau eines Spassbades in Potsdam wirtschaftlich und ökologisch Unsinn. Ein Spassbad würde sich ob der Konkurrenz nicht wirtschaftlich betreiben lassen.
    Dann doch besser eine Sportschwimmhalle für die zu erwartenden Schulkinder im Norden, für den Sportunterricht ist ein Spassbad eh denkbar ungeeignet.
    Was die Freizeitgestaltung betrifft, spricht nichts gegen einen Besuch des zukünftigen Spassbades in Werder. Werder, direkt um die Ecke gelegen, ist per Bahn oder Bus fast schon besser zu erreichen als der Potsdamer Norden. Umweltfreundlich ist der ÖPNV allemal und wir würden in Potsdam nicht unnötig die Landschaft zersiedeln.

  • von a.riemsch03.11.2011 10:37
    Liebe Potsdamer, liebe Politik,
    gern rühmen wir uns mit Attributen wie kinderreichste Stadt, kinderfreundlichste Stadt, attraktive Wohngegend verbunden mit massivem Zuzug...Das sollten wir auch belegen!
    Wir benötigen unbedingt ein Bad, in dem sich auch Kinder wohlfühlen und betätigen können. Die wollen nicht nur ihre Bahnen ziehen.
    Gibt es ein Freizeitbad, hat man die Wahl, ob man schwimmen (Stern, Luftschiffhafen) oder baden will. Das müsste den "reinen Schwimmern" doch sehr entgegen kommen.
    Verkehrstechnisch wäre ein Bad an der Biosphäre hervorragend zu erreichen, gut auch für Kinder, die z.B. Sonntag vormittag schon allein gehen können.
    Hat mal jemand nachgezählt, wieviele Kinder zum jetzigen Zeitpunkt allein in Potsdams Norden wohnen?
    Im kommenden Jahr eröffnet hier die zweite Grundschule. Die erste kann sechszügig(!) nichtmal den Bedarf decken.
    Abgesehen davon haben die Kinder Schwimmunterricht.
    Und sportlich betätigen sollen sie sich auch.
    Ganz nebenbei wird die Umwelt von langen Fahrten nach Brandenburg oder Ludwigsfelde, demnächst Werder verschont.
  • von avalone03.11.2011 08:48
    Wer braucht ein Sportbad? Das gibt es schon in Potsdam im Luftschiffhafen. Das ist super ausgestattet. Leider (fast) nur für Leistungssportler verfügbar. Der normale Potsdamer (ohne Verein)hat dort kein Zugang.
    Bitte baut endlich ein Freizeitbad für Potsdamer Familien mit 25m Bahnen (für Schulschwimmen), Sauna usw. und nicht wieder eine Halle mir 50m Bahnen. Die werden dann nur wieder für Leistungssportler genutzt

Aktuellste Kommentare

  • von Michael Springer03.11.2011 20:45
    Eine Planung für ein Stadtbad ist eine städtebauliche Aufgabe - nicht nur eine reine Kostenfrage! Ein Blick in das BauGB (§§ 1-3) schärft den Blick...
  • von Havelländer03.11.2011 19:33
    Mein Blick in meine Glaskugel sagt mir der Bericht im Dezember fällt für die 4eckremise aus. Aber mal im Ernst: Erlöse für den Verkauf vom Brauhausberg...
  • von Brauhausberg!!!03.11.2011 18:27
    Die beste Lösung vom Konzept und vom Standort ist und bleibt eine Schwimmhalle mit 50m-Bahnen, wie wir sie am Brauhausberg vorfinden. Alberne Spaßbadelemente...

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