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  • 04.06.2011

NACHRICHTEN

Umfrage: Bürger gegen Badneubau

Innenstadt / Bornstedter Feld - Bei einer Internet-Umfrage der Bürgerinitiative „Pro Brauhausberg“ hat sich eine große Mehrheit für die Sanierung der Schwimmhalle auf dem Brauhausberg und für dessen Erhalt als Grünfläche ausgesprochen. Wie die Initiative mitteilte, votierten 78 Prozent der 4000 Teilnehmer für eine Schwimmhalle am jetzigen Standort. Lediglich 18 Prozent stimmten danach für den von den Stadtverordneten beschlossenen Neubau eines Bades mit Freizeit- und Wellnessbereich neben der Biosphäre im Bornstedter Feld. Auch bei der Frage, was mit der Brauhausberg-Halle geschehen soll, waren die Präferenzen eindeutig: 67 Prozent stimmten für die Sanierung, 18 Prozent für einen Neubau am gleichen Standort, 15 Prozent für einen Umbau des Gebäudes. Die Pläne für eine Wohnbebauung am Brauhausberg stießen ebenfalls auf wenig Gegenliebe bei den Teilnehmern der Online-Abstimmung: Nur 15 Prozent wollen Wohnhäuser auf dem Berg. 84 Prozent wünschen sich den Brauhausberg als „Grünanlage/Parklandschaft“. Die Bürgerinitiative kämpft seit Jahresbeginn für eine Reduzierung der am Brauhausberg geplanten Baumassen und einen Erhalt der dortigen Schwimmhalle sowie des ehemaligen DDR-Terrassencafés „Minsk“. Inzwischen wachsen auch bei den Stadtverordneten die Zweifel. Anlass war die Aussage eines Experten, wonach das Bad im Bornstedter Feld in der geplanten Ausstattung nicht unter 30 Millionen Euro zu haben sein soll. Bislang kalkulieren die Stadtwerke als Bauherr mit 18 Millionen Euro. Allerdings hatten die beauftragten Architektenbüros bislang keinen überzeugenden Entwurf geliefert, der in diesem Kostenrahmen bleibt. Stadtwerke-Technikchef Wilfried Böhme hatte jüngst die Kosten für eine Sanierung der Brauhausberg-Halle auf maximal fünf Millionen beziffert. pee

Tierschützer kritisieren Heuer

Mit Kritik reagiert der Potsdamer Tierschutzverein (TSV) auf den Vorstoß des SPD-Stadtverordneten Pete Heuer, angesichts sich abzeichnender hoher Kosten auf ein Tierheim in Potsdam zu verzichten. Heuer hat dazu auch schon einen Antrag für die Stadtverordnetenversammlung entworfen. Der TSV dazu: „Während die SPD für horrende Ausgaben an anderer Stelle plädiert, will sie beim Tierschutz sparen.“ Damit wäre Potsdam die einzige Landeshauptstadt, die kein Tierheim hat. Statt das Tierheim infrage zu stellen, solle die SPD „die Unfähigkeit der Verwaltung“, einen Stadtverordnetenbeschluss umzusetzen, auf den Prüfstand stellen, so der TSV. Allerdings hatte auch der Verein die aktuellen Pläne der Stadtverwaltung für ein Tierheim in Fahrland als zu teuer kritisiert. HK

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