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  • 14.06.2018
  • von Peer Straube

Potsdam: Bänke oder Platten für die Revolution

von Peer Straube

Potsdam - Entsprechend gestaltete Bänke oder Bodenplatten sollen auf dem Luisenplatz künftig an die Friedliche Revolution in Potsdam im Jahre 1989 erinnern. Beide Varianten für ein solches Denkmal würden jeweils rund 95 000 Euro kosten, sagte Tobias Büloff, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Erinnerungskultur und Gedenken, am Mittwochabend im Hauptausschuss. Welcher der beiden Varianten den Vorzug gegeben wird, müssen die Stadtverordneten entscheiden. Für die Ermittlung der Kosten habe man vergleichbare Denkmäler aus anderen Städten herangezogen, sagte Büloff. Geplant sei, auf den Bodenplatten oder den Bänken Schriftzüge mit den Parolen der Transparente aus der Wendezeit anzubringen. Auf dem Luisenplatz fand am 4. November 1989 die mit mehreren Zehntausend Teilnehmern größte Demonstration gegen das SED-Regime in Potsdam statt.

Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg sprach sich für die Aufstellung von Bänken aus, die für den Luisenplatz ohnehin „lange gefordert“ worden seien. Das wäre eine „pragmatische Lösung“, warb Scharfenberg. Offen ist allerdings, ob das Denkmal wie geplant zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Herbst 2019 fertig wird. Für das Projekt seien keine Mittel im Haushalt vorgesehen, warnte Kulturdezernentin Noosha Aubel (parteilos). Für die Bänke habe die von der Historikerin Frauke Roth initiierte Arbeitsgemeinschaft „Denkmal für die Friedliche Revolution in Potsdam“ indes bereits Spenden in Höhe von etwa 10 000 Euro gesammelt, sagte Büloff. Womöglich könne der Spendenanteil noch weiter erhöht werden. 

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