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  • 08.11.2017
  • von Valerie Barsig, Jana Haase, Sabine Schicketanz, Kay Grimmer, Jan Kixmüller, Roberto Jurkschat
Update

Züge und Bahnen fahren wieder durchs Zentrum: Bombe am Hauptbahnhof in Potsdam entschärft

von Valerie Barsig, Jana Haase, Sabine Schicketanz, Kay Grimmer, Jan Kixmüller, Roberto Jurkschat

Geschafft! Sprengmeister Mike Schwitzke hat die Bombe am Hauptbahnhof von Potsdam erfolgreich entschärft und den Zünder gesprengt. Foto

Er hat es vollbracht: Sprengmeister Mike Schwitzke hat die Weltkriegsbombe am Potsdamer Hauptbahnhof entschärft und den Zünder gesprengt. Die Deutsche Bahn meldet, dass der Zugverkehr wieder nach plan läuft. Vorher allerdings hatten Einsatzkräfte mit einigen Hindernissen zu kämpfen. Alles über den großen Bombeneinsatz zum Nachlesen im PNN Live-Ticker.

14:40 Uhr: Wie entschärft man eine Bombe? Mike Schwitzke hat es uns ekrlärt.

14:01 Uhr: Die Deutsche Bahn meldet auf ihrer Website, dass Züge und S-Bahnen wieder planmäßig verkehren. Zu Verspätungen könne es weiterhin kommen. 

13:55 Uhr: 14 Uhr. Die Uhrzeit hatte Mike Schwitzke als persönliches Ziel für den Abschluss der Bombenentschärfung angepeilt. Insgesamt sei dieser Einsatz sehr gut gelaufen, sagt der Sprengmeister. Laut Polizei wurden in Potsdam keine Personen verletzt. 

13:51 Uhr: Die Bombe in Potsdam hatte einen mechanischen Zünder der leicht entschärft werden konnte, sagt Schwitzke. Das Problem war vielmehr die steinharte Erdschicht rings um den Sprengkörper, die sich nur mit einem Wasserschneider lösen ließ. 20 Minuten war das Gerät im Einsatz, ehe Schwitzke weitermachen konnte. 

13:47 Uhr: Mike Schwitzke ruft nach jedem Einsatz zuerst seine Frau an, sagt er. 

13:45 Uhr: Erleichterung am Fundort der Bombe, auch bei Sprengmeister Mike Schwitzke. Wäre die Bombe explodiert, hätte sie das ILB-Gebäude zerstören können, sagt der 46-Jährige. Beim Angriff auf die Stadt im Jahr 1945 war fast jeder fünfte Sprengkörper ein Blindgänger. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) war kurz nach der Sprengung vor Ort. Immer wieder müsse in Potsdam mit Blingängern gerechnet werden, sagt er.

Von der Fläche neben dem ILB habe der Kampfmittelräumdienst bereits zwei Tonnen Munition weggeräumt. Auf dem Gelände wird weiter nach Munition gesucht, die Hälfte des Areals ist schon bereinigt.

13:14 Uhr: Die Einsatzleitung teilt mit: Nach der Sprengung ist der Sperrkreis in Potsdam wieder geöffnet

13:12 Uhr: Ein lauter Knall hallt durch Potsdam, dann ist es vorbei: Sprengmeister Mike Schwitzke hat die 250-Kilo-Bombe entschärft und den Zünder gesprengt. In Potsdam warten jetzt viele auf die Öffnung des Sperrkreises

13:02 Uhr: Der Knall nach Sprengung war bis in die Redaktion am Platz der Einheit zu hören

12:59 Uhr: Die Bombe ist entschärft, der Zünder gesprengt. 

12:51 Uhr: Für die DRK-Helfer war die Evakuierung der Potsdamer Sperrzone ein Großeinsatz. Für den Krankentransport waren sechs Fahrzeuge im Einsatz, zwölf Mannschaftstransportwagen für Rollstuhlfahrer pendelten zwischen dem Sperrkreis und dem Klinikum Ernt von Bergmann, wo eine ganze Station für den heutigen Einsatz freigeräumt worden war. Neben 13 Behindertentransportwagen kam zudem ein Linienbus zum Einsatz. 

12:45 Uhr: Pendler zwischen Berlin und Potsdam mussten im Vergleich zu normalen Wochentagen nur leichte Verzögerungen in Kauf nehmen. Von Berlin aus fuhren Regionalzüge nur bis Wannsee. Von dort aus ging es dann mit S-Bahnen in Richtung Babelsberg weiter. Anstelle des angekündigten Zehn-Minuten-Taktes in der Bahn-App kamen die Züge alle 20 Minuten. 

12:30 Uhr: Benjamin Oschmann, der Gruppenführer für den Sanitätsdienst des DRK Ortsvereins Potsdam sagt, der heutige Einsatz sei sehr professionell verlaufen. Das Bergmann-Klinikum habe eine Station für pflegebedürftige Bewohner des Sperrkreises freigeräumt. Trotz viel Betrieb auf den Straßen der Stadt seien bei den Transporten aus der Sperrzone in die Klinik keine größeren Probleme aufgetreten. 

12:10 Uhr: Entspannung in der Leitstelle der Feuerwehr, von wo aus der Einsatz koordiniert wird. Nach der Einrichtung des Sperrkreises gibt es Würstchen und Suppe für die Helfer. - während der Einsatz für Sprengmeister Mike Schwitzke in die heiße Phase geht.

11:58 Uhr: PS: So funktioniert ein Wasserschneider

11:54 Uhr: Erstmals kommt bei der Entschärfung einer Bombe durch den Kampfmittelräumdienst Brandenburg ein so genannter Wasserschneider zum Einsatz. 

11:46 Uhr: Bevor Sprengmeister Mike Schwitzke loslegt, muss die Bombe auf der Fläche um ein kleines Stück verlagert werden: Derzeit liegt sie noch zu nah am Gelände der ILB (Investitionsbank des Landes Brandenburg). Heuballen liegen schon bereit, sagt Einsatzleiterin Hönes.

11:40 Uhr: Einsatzleiterin Ilona Hönes: "Wir hatten 474 Mitarbeiter im Einsatz, die in Evakuierungs- und Absperrungstrupps tätig waren. Im Grunde genommen ist alles ganz gut gelaufen, wir hatten eine Wohnungsöffnung durch den Schlüsseldienst und zwei Durchbrüche durch den Sperrkreis."

11:30 Uhr: Wie kann Mike Schwitzke die Bombe entschärfen? Das weitere Vorgehen entscheidet sich jeden Moment, sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr.

11:29 Uhr: Am Bahnhof Wannsee fahren die S-Bahnen jetzt im 20-Minuten-Takt nach Babelsberg

11:28 Uhr: Am Schlaatz ist der größte Ausweichtreffpunkt, 90 Personen warten in einer Schule, 20-30 Menschen sind im Bürgerhaus untergebracht. 

11:24 Uhr: Feuerwehr-Chef Wolfgang Hülsebeck und Bereichsleiter Rainer Schulz in den Ausweichquartieren: Bisher läuft hier alles nach Plan, die Stimmung ist entspannt. 

11:15 Uhr: Für vier Nachbarinnen im Freiland ist es bereits die dritte Evakuierung durch Bombenfunde in Potsdam nach dem Krieg. Woher kommen die Sprengkörper, die noch immer im Stadtgebiet entdeckt werden? Die PNN sind dieser Frage in einem großen Beitrags-Spezial nachgegangen: Codename Crayfish

11:08 Uhr: +++ EIL: Der Sperrkreis steht

11:04 Uhr: Der Bombenfund in Potsdam ruft bei einigen älteren Menschen Erinnerungen wach an die Zeit des Krieges. Eine Frau berichtet, dass sie sich auf ihrem Weg ins Ausweichquartier ängstigte - niemand habe sie abgeholt. Eine 93-jährige Frau berichtet im Ausweichquartier Freiland von ihrer Flucht zu Fuß aus Schlesien. Andere vertreiben sich die Zeit beim Rummikub-Spiel...

11:01 Uhr: +++ EIL: Der RE 1 wird jetzt über Berlin-Spandau und Golm umgeleitet.

10:53 Uhr: In der Feuerwehr-Leitstelle warten die Einsatzkräfte darauf, dass der letzte Bereich geräumt ist. Danach wird der Kampfmittelräumdienst herausfinden, mit welcher Bombe es Potsdam zu tun hat. Ungewiss ist, ob der Sprengkörper eine chemische Zündung hat und kontrolliert gesprengt werden muss - oder ob er sich sicher entschärfen lässt. 

10:47 Uhr: Bei der Feuerwehr Potsdam entspannt sich die Lage. Zumindest für kurze Zeit. Wenn der Sperrkreis vollständig steht, beginnt der Kampfmittelräumdienst mit der Bombenentschärfung.

10:45 Uhr: Bahnfahrer berichten, dass es im Pendelverkehr zwischen Berlin und Potsdam keine größeren Komplikationen gibt. Auf den Straßen stecken Autofahrer weiter im Stau. 

10:40 Uhr: Nur noch ein Bereich sei offen, dann steht der komplette Sperrkreis, sagt Stadtpressesprecher Markus Klier.

10:39 Uhr: Ein paar Studenten können der Situation sogar etwas Gutes abgewinnen. "Das ist doch die beste Ausrede, heute sagt sicher kein Prof etwas, wenn wir zu spät kommen."

10:38 Uhr: Pendler hatten sich scheinbar auf die Entschärfung eingestellt: Die S-Bahn ist leerer als sonst, in Babelsberg steigen die meisten in die Tramlinien 94 und 99 Richtung Innenstadt um. Alles läuft problemlos, Touristen gehen mit der Gruppe mit und finden so auch den Weg.

10:34 Uhr: Zurück in der Feuerwache: Für das Großaufgebot der Einsatzkräfte, die seit den frühen Morgenstunden in Potsdam unterwegs sind, gibt es jetzt eine kleine Stärkung. 

10:03 Uhr: "So ruhig ist es hier sonst nur Nachts": Außer einigen Beamten der Bundespolizei halten sich im Moment keine Menschen mehr im Hauptbahnhof Potsdam auf. 

9:45 Uhr: Hotel Mercure: Die Einsatzkräfte bestätigen: Das Riesenhotel in der Innenstadt ist bereits seit 8:24 Uhr geräumt.

9:43 Uhr: Regionalverkehr: Immer wieder Durchsagen im Regiozug, "kein Halt in Potsdam Hauptbahnhof" - dafür Potsdam-Charlottenhof und Park Sanssouci. Guter Service, schreibt PNN-Reporter Jan Kixmüller. Am Bahnhof dann ungebremste Durchfahrt, Geisterbahnhof, niemand zu sehen... Halt dann in Charlottenhof, hier fahren Busse und Tram Richtung Innenstadt, nächste Tram in drei Minuten, praktisch kein Zeitverlust. Ab jetzt fahren die Regios v Berlin n Potsdam den großen Bogen über Spandau nach Golm, dauert wesentlich länger und in Golm dann 30 Min. Mit dem Bus in die Innenstadt. 

9:36 Uhr: Zugverkehr: Die S7 fährt zwischen Wannsee und Babelsberg nur im 20-Minuten-Takt. In einer Durchsage am Bahnsteig in Berlin-Alexanderplatz wird betont, dass kein Ersatzverkehr mit Bussen nach Potsdam eingerichtet wird.

9:34 Uhr: Im Treffpunkt Freizeithaben sich Senioren im Theatersaal versammelt. Butterbrote und Tee werden verteilt.

9:36 Uhr: Zugverkehr: Die S7 fährt zwischen Wannsee und Babelsberg nur im 20-Minuten-Takt. In einer Durchsage am Bahnsteig in Berlin-Alexanderplatz wird betont, dass kein Ersatzverkehr mit Bussen nach Potsdam eingerichtet wird.

9:34 Uhr: Im Treffpunkt Freizeit haben sich Senioren im Theatersaal versammelt. Butterbrote und Tee werden verteilt.

 

9:31 Uhr: Verkehrschaos in Potsdam: Die Zufahrtsstraßen aus dem Potsdamer Norden in die Stadt sind allesamt zugestaut. Von hier aus dauert es rund 30 Minuten länger als gewöhnlich um in die Innenstadt zu kommen.

9:28 Uhr: In Richtung Innenstadt staut sich der Verkehr: Kein Durchkommen ist zur Zeit auf der Humboldtbrücke, wo abgesehen von der Sperrung ein liegengebliebener Lkw den Verkehr behindert hat. Auch im Norden stecken viele Autofahrer fest: Auf der Kiepenheuerallee Am Schraagen reiht sich Stoßstange an Stoßstange.

9:23 Uhr: Außerhalb des Sperrkreises liegt das Ausweichquartier Treffpunkt Freizeit: 100 Bürger haben sich hier eingefunden. Ein Bus vom Johannesstift wird noch erwartet, sagt die Koordinatorin.

9:18 Uhr: Der Verkehr auf der Straße staut sich, nicht nur im Potsdamer Norden. 

9:14 Uhr: Die Tür in der Burgstraße ist offen, endlich kann der Evakuierungstrupp weitermachen. Der Mitarbeiter vom Schlüsseldienst sagt, die Bewohner hatten Glück: Das Schloss an der Tür ist noch benutzbar.

9:07 Uhr: Zugverkehr: Letzter Zug von B-Friedrichstr Richtung Potsdam der nicht über Golm umgeleitet wird, laut Anzeige kein Halt in P Hbhf, dafür heute ausnahmsweise Halt in P-Charlottenhof und Park Sanssouci, die Bahn hat mittlerweile offenbar schon Übung mit Bombenentschärfungen am P Hbhf, läuft gut, wesentlich weniger Fahrgäste als sonst, wer nicht muss, fährt offenbar heute nicht nach P, der Rest fährt Auto o S-Bahn bis Babelsberg. 

9:07 Uhr: Der Schlüsseldienst trifft in der Burgstraße ein: 

9:05 Uhr: Im Sperrkreis wird es ernst: Ein Schlüsseldienst ist unterwegs, um der Polizei die Wohnungstür der vier Bewohner zu öffnen.

8:58 Uhr: Die vier Sperrkreis-Verweigerer haben ihre Wohnungen noch immer nicht verlassen. Dadurch verzögert sich die Evakuierung im Sperrkreis, der inzwischen von allen Seiten vollständig geschlossen ist.

8:56 Uhr: Potsdamer Norden: Leser berichten von Verkehrschaos und langen Autoschlangen auf der Pappelallee.

8:47 Uhr: Helfer begleiten ältere Menschen in die Evakuierungsbusse. Die Vorbereitungen laufen. Auch in der Breite Straße wurde inzwischen eine Absperrung errichtet. Laut PNN-Reprterin Jana Haase sind dort wenige Autos unterwegs. Die Autofahrer scheinen sich auf die Sperrungen in der südlichen Innenstadt vorbereitet zu haben.

8:34 Uhr: Zwischenfall in der Burgstraße: Vier Bewohner weigern sich hartnäckig, ihre Wohnung zu verlassen. Die Polizei ist vor Ort. 

8:32 Uhr: +++ EIL: Die Feuerwehr sperrt die Lange Brücke, Busse und Bahnen stoppen am Platz der Einheit, hier beginnt sich der Verkehr zu stauen

8:29 Uhr: Viele der 9700 Bewohner im Sperrkreis haben ihre Wohnungen bereits geräumt. Für alle anderen setzt die Feuerwehr Potsdam Evakuierungsbusse ein.  

8:21 Uhr: Die Burgstraße ist ein Sonderfall für den Evakuierungstrupp. Rund 1000 Menschen wohnen hier, viele davon sind pflegebedürftig. Fahrzeuge von Rettungsdiensten sind im Einsatz. 

8:16 Uhr: PNN-Reporterin Valerie Barsig ist mit dem E6 - dem sog. Einsatztrupp 6 - unterwegs. Gerade werden alle verbleibenden Bewohner in der Burgstraße aus ihren Wohnungen geklingelt. "Hätten wir nicht wenigstens bis halb zehn bleiben können?", ist an einer Haustür durch die Gegensprechanlage zu hören. 

8:11 Uhr: Mike Schwitzke sagt, dass die Bombe stark verkrustet ist: Eine 15 Zentimeter dicke Schicht aus steinharter Erde haftet am Sprengkörper. Die Bombe sei in einem miserablen Zustand, erklärt Schwitzke. Was das bedeutet? Er kann nicht sagen, wie lange er für die Entschärfung braucht, so der Experte. Noch sei unklar, womit es die Einsatzkräfte in Potsdam zu tun haben.

8:10 Uhr: Die Einsatztrupps sind im Sperrkreis unterwegs und klingeln bei allen Wohnungen, um alle verbliebenen Bewohner aus ihren Häusern zu holen.

8:02 Uhr: Mike Schwitzke geht davon aus, dass heute alles nach Plan laufen wird. Sollte die Untersuchung des Sprengkörpers den Nachweis erbringen, dass es einen chemischen Zünder gibt, wird die Bombe kontrolliert gesprengt solange es hell ist. 

7:59 Uhr: Entschärfung oder Sprengung? Noch kann Bombenexperte Mike-Schwitzke nicht sagen, ob die 250-Kilo-Weltkriegsbombe überhaupt entschärft werden kann. Der Zünder ist den Einsatzkräften nicht bekannt: "Wenn heute ein mechanisch-chemischer Zünder an der Bombe ist, könnte sie bei der Reinigung hochgehen", sagt Mike Schwitzke.

7:52 Uhr - Reine Routine ist der Einsatz in Potsdam heute nicht für den Kampfmittelräumdienst: Höchste Konzentration ist gefordert, sagt Schwitzke. Bei den Einsatzkräften beginnt die Lagebesprechung. 

7:50 Uhr - Die Besonderheit der Bombe am Hauptbahnhof: Das Team von Mike Schwitzke kennt den Zünder nicht. Auch die Deckenschicht im Boden ist ein Spezialfall: Eine Kruste von 15 Zentimetern, hart wie Beton, wie Schwitzke erklärt. 

7:44 Uhr - Potsdam Zentrum: "Ich bin nicht aufgeregt", sagt Mike Schwitzke vom Kampfmittelräumdienst. Dennoch: Jede Bombe habe ihre Besonderheiten. Vor allem, wenn sie seit 70 Jahren in der Erde liegt. 

7:42 Uhr - Nuthestraße stadteinwärts: Das Verkehrsaufkommen nimmt zu. Planen Sie ein paar Minuten extra ein. Ein Stau hat sich bislang noch nicht gebildet. 

7:38 Uhr - Der Mann des Tages an diesem Mittwoch heißt Mike Schwitzke. Der Experte des Kampfmittelräumdienstes des Landes Brandenburg wird die Bombe entschärfen. Schwitzke schätzt, dass der Sperrkreis zwischen 11 und 12 Uhr errichtet sein wird. Dann kann die Bombenentschärfung beginnen. 



7:35 Uhr - Im Hauptbahnhof hat ein Stab der Feuerwehr Potsdam seine Arbeit zur Bombenentschärfung aufgenommen.

7:26 Uhr - Mit dem Auto nach Potsdam:  Das gesperrte Gebiet liegt zwischen Am Kanal, Humboldtbrücke, Humboldtring, Lotte-Pulewka-Straße, Friedrich-Engels-Straße, Friedhofsgasse, Heinrich-Mann-Allee, Am Brauhausberg, Finkenweg, Leipziger Straße, quer über die Havel bis zum Lustgarten, Schloßstraße und über die Friedrich-Ebert-Straße wieder zur Straße Am Kanal. Im Sperrgebiet befinden sich die Grundschulen „Rosa Luxemburg“ in der Burgstraße und „Am Humboldtring“ sowie die Lenné-Gesamtschule, das Bildungsforum, das Schwimmbad blu und der Landtag.

Große Auswirkungen dürfte der Bombenfund auch auf den Straßenverkehr haben: Denn im Sperrkreis liegt auch die Lange Brücke. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Nuthestraße und Humboldtbrücke sind befahrbar. Die Heinrich-Mann-Allee ist ab Am Brauhausberg gesperrt, das Abbiegen in die Straße Am Brauhausberg ist möglich. Die Leipziger Straße ist ab Höhe Wasserwerk gesperrt. In der Innenstadt sind die Breite Straße sowie die Friedrich-Ebert-Straße ab Yorckstraße bis zum Sperrkreis nur für Anlieger befahrbar.

7:24 Uhr - Nahverkehr in Potsdam: Im Tram- und Busverkehr im Stadtgebiet kommt es zu massiven Einschränkungen. Von 8 bis 11 Uhr fahren die Tramlinien 91, 92, 93, 96 und 98 noch, halten allerdings nicht an den Stationen Alter Markt/Landtag, Lange Brücke und  Hauptbahnhof. Die Linie 99 fährt ab 8.45 Uhr nur zwischen Platz der Einheit und Fontanestraße. Ab 11 Uhr wird der Betrieb in der Sperrzone komplett eingestellt, die Linien fahren nur in Streckenabschnitten oder werden umgeleitet. Einen kompletten Überblick über die Einschränkungen im Nahverkehr finden Sie hier.

7:19 Uhr - Hinweis an alle Pendler: Die S-Bahnlinie S7 fährt von 8 bis 16 Uhr nicht zwischen Babelsberg und Potsdam Hauptbahnhof. Die Regionalzüge fahren während der Evakuierung von 8 bis 10 Uhr  zwar noch durch Potsdam, halten aber nicht mehr am Hauptbahnhof. Das gab die Deutsche Bahn online bekannt. Stattdessen hält der RE1 halbstündlich in Charlottenhof und Park Sanssouci. Von 10 bis 16 Uhr wird der Zugbetrieb zwischen Griebnitzsee und Park Sanssouci dann ganz eingestellt. In dieser Zeit werden die Züge  zwischen Werder/Havel und Berlin Charlottenburg in beiden Fahrtrichtungen über Golm umgeleitet. Dort halten die Züge zusätzlich. Die Haltestellen Wannsee, Potsdam Hauptbahnhof, Charlottenhof und  Park Sanssouci entfallen. Durch die Umleitung verspäten sich die Züge um fünf bis zehn Minuten. Von Fahrplanänderungen betroffen sind neben dem RE1 auch die Regionalzüge 20, 21, 22 und 23. Einen kompletten Überblick finden Sie auf der Website der Deutschen Bahn.

7:12 Uhr - Potsdam bereitet sich auf die Sperrung der südlichen Innenstadt vor. Die Feuerwehr hat ihre Einsatzkräfte im Zentrum gesammelt. Der Stab nimmt in der Feuerwehrzentrale seine Arbeit auf. Die Evakuierung beginnt um 8 Uhr.

6:59 Uhr - Pendler müssen heute im Zugverkehr mit massiven Einschränkungen rechnen. Auch die Trams fahren in Potsdam nur unregelmäßig.

6:40 Uhr - 600 Rettungskräfte sind im Einsatz, um ab 8 Uhr morgens den 800-Meter-Sperrkreis für die Entschärfung der Bombe einzurichten. 

6:34 Uhr - Die Stadt Potsdam hat ihre Ankündigung zurückgezogen, die Sperrung für die Bombenentschärfung um 16 Uhr aufzuheben. Wie lange die Arbeiten andauern, sei kaum absehbar, hieß es. 

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