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Kinder warten vor einem nicht beleuchteten Geschäft in Quito.

© AFP/RODRIGO BUENDIA

Energiekrise und Notstand in Ecuador: Arbeitende bekommen verlängertes Wochenende – Regierung rationiert Stromversorgung

Eine akute Dürre stürzt Ecuador, das weitgehend auf Wasserkraft setzt, in eine Energiekrise. Wegen der Stromengpässe erhalten die Menschen nun sogar ein verlängertes Wochenende.

Die Regierung in Ecuador hat wegen Engpässen bei der Stromversorgung den Notstand ausgerufen. Zur Rationierung der Energie soll in den verschiedenen Regionen des südamerikanischen Landes jeweils für mehrere Stunden der Strom abgeschaltet werden, wie das Energieministerium mitteilte. Zudem wurden der Donnerstag und Freitag per Dekret zu arbeitsfreien Tagen erklärt.

Präsident Daniel Noboa entließ Energieministerin Andrea Arrobo und eine Reihe weiterer Beamter. Ihnen wird vorgeworfen, das wahre Ausmaß der Energiekrise verschleiert zu haben.

Wegen akuter Dürre wurden in den Stauseen der Region historische Tiefstände registriert. Ecuador gewinnt 78 Prozent seines Stroms aus Wasserkraft. Zudem stellte Kolumbien zuletzt seine Stromexporte nach Ecuador ein, weil das Nachbarland aufgrund der Dürre ebenfalls mit Engpässen zu kämpfen hat.

„Es gibt keine einfache und kurzfristige Lösung“, sagte der neue kommissarische Energieminister Roberto Luque. Nach Einschätzung von Experten wurde es seit Jahren versäumt, in den Energiesektor zu investieren. (dpa)

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