Wissenschaft : Zurück nach Liverpool

Chandra Fleig von der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ wollte sich einen ganz persönlichen Traum erfüllen. Er wollte eine Musikdokumentation drehen, die die Wirklichkeit vieler Berufsmusiker zeigt. In „All the way back to Liverpool“ beleuchtet Fleig den Entstehungsprozess eines Albums in dem legendären „Motor Museum Studio“. Bekannte Bands wie die Artic Monkeys oder Oasis haben an diesem Ort ihre ersten Hit-Singles produziert.

Fünf Vollblutmusiker, darunter Chandra Fleig selbst, wollen es ihnen gleichtun. Sie verabreden sich jedoch dazu, nichts vorzubereiten und nicht zu proben. Sie wollen an nur einem Wochenende alle Songs des Albums einspielen. Das musikalische Experiment soll zugleich ein filmisches sein. Ohne großes Budget lebt der Film vom unermüdlichen Einsatz und der Hilfe von Fleigs begeisterten Freunden.

Der Sound des Films verspricht besondere Qualität, denn als Musiker und Tonmeister legte Chandra Fleig besonderen Wert darauf, den musikalischen Prozess hörbar zu machen. Besonders die Unterschiede zwischen ersten Versuchen über sogenannte „Magic Moments“ bis hin zum fertigen Produkt.

Chandra Fleig ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Master-Studiengang Filmmusik der HFF, er studierte Ende der 90er-Jahre „Sound Technology“ und „Popular Music“ am Liverpool Institute of Performing Arts. „All the way back to Liverpool“ entstand in enger Zusammenarbeit mit der HFF und wurde im März 2012 an zehn Tagen in Liverpool gedreht. An der Produktion waren weitere HFF-Mitarbeiter beteiligt. Thomas Bergmann war für die Bildgestaltung verantwortlich, Conny Albrecht für die Montage und der Student Christoph de la Chevallerie für den Sound.

„All the way back to Liverpool“ wird als Webserie am Freitag, dem 13. September, online gehen unter: www.allthewaybacktoliverpool.com. STE

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