Überregional : Orientalistentag an der Uni Münster

Über die arabischen Revolutionen wollen Islamwissenschaftler beim 32. Deutschen Orientalistentag an der Universität Münster diskutieren. Das Treffen vom 23. bis 27. September sei mit 900 Vorträgen und 80 Panels, an denen mehr als 1000 Orientforscher aus aller Welt teilnehmen, der bislang größte Orientalistentag, heißt es. Die jüngsten Revolutionen stellten Islamwissenschaftler vor neue Herausforderungen, erklärte Jörn Thielmann, Forscher am Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa und Mitorganisator des Kongresses. „Gängige wissenschaftliche Kriterien“ seien kaum anwendbar, wenn sich jede Minute und jede Stunde die Ereignisse so verändern könnten, dass vorherige Bewertungen überholt sind. Allgemein gelte aber, dass die Menschen im Nahen Osten reif seien für ein freiheitliches System und sich politisch beteiligten wollten – auch die Anhänger eines religiösen Staates. -ry