• Klimaforschung aus Potsdam: Aktuelle Hitze ist Folge des Klimawandels

Klimaforschung aus Potsdam : Aktuelle Hitze ist Folge des Klimawandels

Es ist heiß in Potsdam. Für die derzeitigen heißen Temperaturen in Europa ist der Klimawandel verantwortlich, das meinen Klimaforscher aus Potsdam.

Die Sonne verschont Potsdam nicht.
Die Sonne verschont Potsdam nicht.Foto: A. Klaer

Potsdam - Für die Hitzewelle in Westeuropa machen Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung den Klimawandel verantwortlich. „Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung lässt die Zahl solcher Hitzewellen stark steigen: Zum Beispiel sind rekordheiße Monate bereits jetzt fünfmal so oft zu verzeichnen, als sie durch Zufall auch in einer Welt ohne Klimawandel auftreten würden“, sagte Stefan Rahmstorf.

Heiße Luft aus der Sahara


Die aktuelle Hitze in Europa und im Westen der USA, breche vielerorts Rekorde, erst im Juni hatten Indien und Pakistan eine der schlimmsten Hitzewellen aller Zeiten erlebt. „Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen unvermindert anhält“, so Rahmstorf. Die aktuelle Hitze in Europa hänge mit einem blockierenden Hochdrucksystem zusammen, wodurch andauernd heiße Luft aus der Sahara einströme, so Dim Coumou vom PIK. Solche Zirkulationsmuster würden in den vergangenen Jahren in Europa häufiger auftreten.
"Wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Aufschaukeln und Stehenbleiben der so genannten planetaren Wellen - das sind gigantische Lufströme, welche die nördliche Halbkugel umkreisen und dabei von Nord nach Süd und wieder zurück schwingen", so der Potsdamer Wissenschaftler. "Unsere Forschung zeigt, dass die Strömungen in den oberen Schichten der Atmosphäre sich im Sommer abschwächen, und das führt dazu, dass Wettersituationen länger anhalten."

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