HINTERGRUND : Kritik an der Forschungsreise

Treffen in Qom
Treffen in Qom

Vom 15. bis 30. September war eine Delegation der Potsdamer Uni und der Goethe-Universität Frankfurt zu einem Forschungsaufenthalt im Iran. Besucht wurden die Frauenuniversität Alz-Zahra in Teheran, die Imam Reza Uni in Mahschad und die Hochschule für Religionen und Denominationen URD in Qom. Die 30 Dozenten und Studenten haben Erinnerungsorte verschiedener Religionen im Iran aufgesucht. Ziel war es, mit historischen und religionswissenschaftlichen Methoden Ähnlichkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Erinnerungskulturen herauszuarbeiten. Ein solcher Blick sei geeignet, politische Funktionalisierungen auf beiden Seiten offenzulegen, so die Veranstalter. In einem offenen Brief hat sich das Bündnis gegen Antisemitismus Potsdam und die Vereinigung „Stop the Bomb“ am 10. Oktober zum wiederholten Mal gegen die Kooperation der Potsdamer Universität mit dem Iran gewandt. Ihr Hauptkritikpunkt gilt der URD-Universität: Bemängelt wird, dass die Dachorganisation der URD „Zentrum für Annäherung von Religionen” in den letzten Jahren als aktuell größtes und am besten organisiertes Zentrum für die Verbreitung des Fundamentalismus und Antisemitismus des Regimes bekannt geworden sei, heißt es in dem Brief, der im Internet veröffentlicht wurde (http://bgapotsdam.wordpress.com/ 2013/10/10/offenerbrief/). Nach Informationen der PNN ist die URD allerdings als private Gründung autark. Die Verfasser des Briefes regen zudem eine öffentliche Diskussionsrunde mit dem Leiter der Potsdamer Forschungsgruppe, Johann E. Hafner, an. Kix