Wissenschaft : Freikauf von DDR-Häftlingen

Zwischen 1963 und 1990 kaufte die Bundesregierung 33 755 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei. Die DDR erhielt dafür Waren im Wert von insgesamt über drei Milliarden D-Mark. Auf Basis neuer Quellen durchleuchtet nun Jan Philipp Wölbern vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in einem Vortrag die Motive und Interessen beider Seiten an der Entstehung und allmählichen Institutionalisierung des „Freikaufs“.

Jan Philipp Wölbern, Jahrgang 1980, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik in Marburg, Freiburg und Sheffield (UK), er ist Doktorand am ZZF mit dem Dissertationsprojekt „Der ,Freikauf’ politischer Häftlinge aus der DDR, 1962/63-1990“. Zu dem Vortrag am Donnerstag, 18. November, laden das ZZF und das Potsdam Museum / Gedenkstätte „Lindenstraße 54/55“ um 19 Uhr in die Gedenkstätte ein. PNN