• FH und Filmuni bauen aus, das Ministerium um: Ausbauten, Umbauten und ein Oscar

FH und Filmuni bauen aus, das Ministerium um : Ausbauten, Umbauten und ein Oscar

Foto: Manfred Thomas

Das Jahr hat mit einem Wechsel an der Spitze begonnen: Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (SPD) ging im März als Präsidentin an die Berliner Humboldt-Universität. Ihre Nachfolge im Ministerium trat eine alte Bekannte an: die SPD-Politikerin Martina Münch. Sie hatte den Posten früher schon einmal innegehabt, dann als Bildungsministerin keine gute Figur gemacht und scheint nun bei der Wissenschaft und Kultur wieder besser aufgehoben zu sein.

Die Fachhochschule Potsdam und die Filmuniversität Babelsberg gingen 2016 auf weiteren Konsolidierungskurs. Die FH feierte Richtfest für ihren Erweiterungsbau Annex 2, womit es in großen Schritten auf den einheitlichen Campus der Fachhochschule im Potsdamer Norden zugeht. Im Herbst 2017 will die FH dann ihren Standort am Alten Markt räumen, um endlich komplett an der Kiepenheuerallee anzukommen. Ziel ist dabei auch eine weitere Steigerung der Studierendenzahlen. An der Filmuni wurde ebenfalls ausgebaut. Anfang Dezember war Richtfest in Babelsberg. Im Sommer 2018 soll das dreistöckige Gebäude mit rund 3600 Quadratmetern für Forschungs- und Innovationsaktivitäten eröffnet werden – dann auch mit einer Mensa, in der im Winter nicht mehr gefroren werden muss.

Wie die Uni Potsdam feierte auch die FH 2016 ihr 25-jähriges Jubiläum – wobei hier nicht die Rückschau auf die Gründung, sondern der Blick in die Zukunft im Mittelpunkt stand. Kein Geringerer als der renommierte Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hielt die Festrede. Er sprach von der Transformation, die angesichts des Klimawandels und der damit verbunden Verteilungsprobleme in der Welt bevorstehe. Und rüttelte damit einen dicht mit Wissenschaftlern besetzten Saal wach.

FH-Präsident Eckehard Binas sieht die Hochschule bei dieser Transformation als eine Art Scharnier in gesellschaftlichen Debatten und politischen Diskursen. Es gehe um Verzahnung, Wechselwirkung und Teilhabe bei der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Ein Prozess, der gerade erst beginnt, für den die Hochschule ein Labor und Testfeld sein kann: ein Taktgeber im Aushandlungsprozess. Heute bereits sei die FH ein Sinnesorgan für solche Transformationsprozesse. Ein anderes Thema, das FH-Chef Binas umtreibt, ist das Promotionsrecht für Fachhochschulen, womit man mit den Universitäten auf Augenhöhe kommen will. Was man an den Unis natürlich eher skeptisch sieht.

Erfreulich schließlich die Erfolgsgeschichte von der Filmuniversität. Der Film „Wir sind die Flut“, dessen Drehbuch Filmuni-Absolventin Nadine Gottmann geschrieben hat, schaffte es auf die Berlinale – und dann in die Kinos. Und schließlich ging seit Langem auch mal wieder ein Studenten-Oscar nach Babelsberg: Felix Ahrens erhielt die Auszeichnung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für seinen Film „Am Ende der Wald“. Kix

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