Überregionales : Zweiter Anlauf für Sozialticket für Brandenburg und Berlin

Potsdam - Mit der vergünstigen Fahrt soll künftig nicht mehr an der Landesgrenze Schluss sein: Zweieinhalb Jahre nach der gescheiterten Initiative für ein gemeinsames Sozialticket im Nahverkehr mit Berlin unternimmt Brandenburg einen Neuanlauf. Derzeit werde eine neue Anfrage vorbereitet, teilte das Verkehrsministerium auf Anfrage der Linksfraktion im Landtag mit. Brandenburg hatte das Sozialticket 2008 eingeführt, um Menschen zu helfen, die wegen ihres geringen Einkommens in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Berlin hatte den Brandenburger Wunsch nach einem länderübergreifenden Sozialticket im Jahr 2015 unter anderem mit den erwarteten Kosten von bis zu fünf Millionen Euro jährlich abgelehnt.

In Brandenburg wird das Sozialticket derweil immer stärker nachgefragt – obwohl die Zahl der Berechtigten abgenommen hat. Gab es laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg 2006 noch rund 375 600 Berechtigte für ein verbilligtes Monatsticket, waren es zehn Jahre später nur noch 268 400. Die Anzahl der Monatskarten stieg dagegen von rund 18 000 im September 2008 auf 173 000 im Jahr 2016. dpa

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