• Werder sucht Investor für Blütentherme Zwölf Millionen Euro für Investitionen nötig

Überregionales : Werder sucht Investor für Blütentherme Zwölf Millionen Euro für Investitionen nötig

Werder (Havel) - Die Stadt Werder (Havel) will ihre Blütentherme von einem privaten Investor vollenden lassen. Am Donnerstagabend haben 17 von 26 anwesenden Stadtverordneten für einen entsprechenden Antrag der CDU gestimmt. Demnach soll in den kommenden Monaten ein Investor gesucht werden, der die bisher halbfertige Baustelle im Wohngebiet Havelauen zu Ende baut und auch selbst betreibt. Die Therme soll zunächst in den schon genehmigten Ausmaßen mit einem Sportbad, einem Familien- und einem Saunabereich errichtet werden. Gutachtern zufolge sind dafür zwölf Millionen Euro nötig. „Die schwierige Phase der Orientierung ist vorbei, die Stadtverwaltung hat jetzt den klaren Auftrag, nach einem neuen Partner zu suchen“, so Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU).

Das Interessenbekundungsverfahren im Vorjahr, bei dem sich sechs Investoren gemeldet haben, habe gezeigt, dass es großes Interesse an der Therme gibt. Bis zum Jahresende will Saß einen neuen Partner gefunden haben. Zu einem Fertigstellungstermin des 2011 begonnenen Baues will sich die Stadt nicht äußern. Der Investor soll das Grundstück über 30 Jahre von der Stadt für einen symbolischen Euro pachten. Zuschüsse für Bau und Betrieb soll die Stadt erst zahlen, wenn die Therme fertig gebaut ist. Damit will man verhindern, dass sich ein Vorfall wie mit dem ersten Investor, Kristall Bäder AG, wiederholt, der von der Stadt immer mehr Geld gefordert und von dem sich die Stadt nach langem Rechtsstreit getrennt hat. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, dass die Stadt die Therme selbst fertig bauen und später über eine Betreibergesellschaft bewirtschaften soll. Die Grünen wollten sich komplett vom Bau zurückziehen und stattdessen das Areal neu beplanen und etwa für den Schulbau nutzen. Dem schloss sich jedoch nur eine Abgeordnete der Linken an. In den Bau und das Umfeld hat Werder bisher rund 21 Millionen Euro investiert. eb