Überregionales : SPD sieht Unionspläne kritisch

Potsdam - Brandenburgs Regierungschef und SPD-Landeschef Dietmar Woidke hält wenig vom unionsinternen Asyl-Kompromiss. „Die SPD will die Inhalte sehen. Sie will wissen, was soll mit den Menschen passieren“, sagte Woidke am Dienstag vor Journalisten in Potsdam. Bevor nicht geklärt sei, ob andere EU-Länder überhaupt bereit seien, an deutschen Grenzen abgewiesene Migranten zurückzunehmen, lohne eine weitere Debatte nicht. Auch die SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles hatte die Pläne kritisiert. Woidke sprach von einem „Formel-Kompromiss“ der Union. CDU und CSU wollen Asylbewerber, die schon in einem anderen EU-Land registriert sind, künftig an den Grenzübergängen zu Österreich stoppen. Sie sollen so lange in sogenannten Transitzentren bleiben, bis klar ist, welches Land für ihr Asylverfahren zuständig ist. „Ich bin nicht dazu bereit, über Transitzentren zu diskutieren, solange ich die Rahmenbedingungen nicht kenne“, sagte dazu Brandenburgs Regierungschef. dpa