Überregionales : Schwesig will kürzere Arbeit für junge Eltern

Hans Monath

Berlin - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will die Regelarbeitszeit für Eltern neu definieren. „Meine Vision ist die Familienarbeitszeit“, sagte Schwesig dieser Zeitung. „Vollzeit sollten für Eltern mit kleinen Kindern nicht 40, sondern zum Beispiel 32 Stunden sein.“ Eltern dürften in dieser Familienphase keine Nachteile erleiden, wenn sie im Beruf zurücksteckten. Vielmehr müssten Arbeitgeber auf die Bedürfnisse junger Familien flexibel reagieren.

Beim Kampf um eine familienfreundliche Arbeitswelt werde die neue Bundesregierung „sehr schlagkräftig sein“, kündigte Schwesig an. Sie werde bei diesem Thema mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (ebenfalls SPD) an einem Strang ziehen. „Andrea Nahles und mir ist dieses Thema sehr wichtig“, sagte sie.

Schwesig begrüßte die Absicht mehrerer Kabinettsmitglieder, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Ich sehe in diesen Bekenntnissen einen familienpolitischen Fortschritt.“ Vizekanzler Sigmar Gabriel, Arbeitsministerin Andrea Nahles (beide SPD), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sowie Schwesig hatten angekündigt, ihre Arbeit so zu strukturieren, dass noch Raum für die Familie bleibt. „Wir haben ein Zeichen gesetzt, dass es möglich sein muss, sich auch in Spitzenjobs Zeit für Familie zu nehmen“, sagte Schwesig. Hans Monath

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