Überregionales : Schweres Erdbeben erschüttert Ägäis

Istanbul/Athen - Bei dem starken Seebeben in der Ägäis ist eine Frau ums Leben gekommen. Beim Opfer handelt es sich um eine Frau, die die Feuerwehr aus den Trümmern ihres Hauses in einem Dorf auf der griechischen Insel Lesbos barg, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA am Montagabend berichtete. Auf Lesbos wurden mindestens zwölf Menschen verletzt.

Nach Angaben des Erdbeben-Monitors des Helmholtz-Zentrums in Potsdam hatte das Beben am Montag eine Stärke von 6,4. Das Zentrum des Seebebens lag etwa zehn Kilometer unter dem Meeresboden der Ägäis zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küstenmetropole Izmir. Die Stöße waren noch in der rund 330 Kilometer entfernten türkischen Millionenmetropole Istanbul und in der etwa 300 Kilometer entfernten griechischen Hauptstadt Athen zu spüren. Es kam zu einem kleinen Tsunami, der aber keine Schäden anrichtete, berichtete der Chef des griechischen Geodynamischen Instituts, Efthymios Lekkas.

Der Seismologie Marco Bohnhoff vom Helmholtz-Zentrum in Potsdam sagte, es habe sich um ein sogenanntes Dehnungsbeben gehandelt, bei dem sich die obere Erdplatte in diesem Fall in Richtung Nord-Süd ausgedehnt habe. Man müsse mit Nachbeben von einer Stärke bis 5 Grad rechnen. Beben dieser Art würden in dieser Gegend etwa zweimal im Jahr registriert. Im europäischen Raum kommen die meisten Erdbeben in Griechenland, den südlichen Teilen des Balkans sowie im Westen der Türkei vor. dpa

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