Überregionales : Schorlemmer kritisiert Garnisonkirche

Der Bürgerrechtler und Theologe Friedrich Schorlemmer meldet sich in einem Gastbeitrag in den PNN zu Wort: Die Garnisonkirche sei nie ein Friedenssymbol gewesen und könne auch keins werden - und Potsdam habe ja bereits die Friedenskirche.

Potsdam - Im Streit um den Wiederaufbau der barocken Garnisonkirche in Potsdam meldet sich erneut der Theologe Friedrich Schorlemmer zu Wort und kritisiert die Pläne. „Die aufwendige Wiedererrichtung einer Kirche des Militärs wäre meines Erachtens ein ganz falsches Signal an die Welt“, erklärt der frühere DDR-Bürgerrechtler in einem Gastbeitrag für die PNN. Die Kirche sei nie ein Friedenssymbol gewesen und könne trotz eines aufwendigen Wiederaufbaus keines werden. Schon vor etwa einem Jahr hatte Schorlemmer kritisiert, die Garnisonkirche sei als Symbol untrennbar mit dem „Tag von Potsdam“ am 21. März 1933 verbunden. Die „braune Asche“ lasse sich nicht mehr von der Kirche abwaschen.

Zuletzt hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags 400 000 Euro für die Garnisonkirche aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundeskulturbeauftragten bewilligt – zugleich wurde der Wiederaufbau damit zum Projekt von „nationaler Bedeutung“ erklärt. HK

Den Beitrag von Friedrich Schorlemmer lesen Sie in der FREITAGSAUSGABE der POTSDAMER NEUESTEN NACHRICHTEN

 

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