• Russisches Giftlabor identifiziert? Russland will Giftanalyse der OPCW akzeptieren

Überregionales : Russisches Giftlabor identifiziert? Russland will Giftanalyse der OPCW akzeptieren

London - Britische Experten haben einem Medienbericht zufolge das russische Labor identifiziert, aus dem das Gift für den Anschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter stammen soll. Dies sei mit Hilfe von wissenschaftlichen Analysen und der Geheimdienste gelungen, berichtete „The Times“ am Donnerstag. Die Experten seien sich recht sicher, wenn auch nicht zu 100 Prozent. Eine klare Quelle nannte das Blatt nicht. Unterdessen hat sich die nach dem Giftanschlag schwer erkrankte Julia Skripal zu Wort gemeldet. Es gehe ihr von Tag zu Tag besser, sagte die 33-Jährige am Donnerstag in einer von Scotland Yard verbreiteten Mitteilung. Julia Skripals Cousine kündigte an, sie nach Russland holen zu wollen.

Der russische Botschafter in London betonte unterdessen, dass sein Land eine Giftanalyse durch die internationale Organisation OPCW akzeptieren werde. In New York soll der Anschlag am Donnerstag erneut Thema im UN-Sicherheitsrat werden, nachdem Russland eine Sondersitzung beantragte. Die Regierung in Moskau wehrt sich gegen den Vorwurf des Westens, hinter dem Angriff auf Skripal und dessen Tochter zu stecken.

Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sieht nach dem Giftgasanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter den Frieden in Europa in Gefahr. „Die Lage ist explosiver als zu Zeiten des Kalten Krieges“, sagte Platzeck, der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums ist, der „Märkischen Allgemeinen“. dpa

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