Überregionales : Rot-Rot will mehr Geld für Brandenburgs Lehrer

Potsdam - Brandenburgs rot-rote Koalition will neue Lehrer mit mehr Geld ins Land locken – die SPD ist nun zum Ärger der Linken mit einem Einzelvorschlag vorgeprescht. Für das kommende Schuljahr 2017/18 seien noch rund 450 von 1150 offenen Stellen zu besetzen, sagte Fraktionschef Mike Bischoff am Dienstag. Man müsse beim Einstiegsgehalt konkurrenzfähig bleiben und werde sich dafür einsetzen, bereits zum Beginn des neuen Schuljahres den Startsold für die Sekundarschule I von Stufe A12 auf A13 anzuheben. „Sonst laufen wir Gefahr, zu Schuljahresbeginn eine Lücke zu haben.“ Es gebe einen „extrem scharfen Wettbewerb“ mit anderen Bundesländern, nicht nur um Lehrer, sondern auch um Polizisten und andere Fachkräfte, sagte Bischoff. Andere Bundesländer würden bei der Verbeamtung nachziehen und die Besoldung erhöhen.

Die Gespräche über die Anhebung des Einstiegssolds laufen seit Monaten. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) würde sich über eine rasche Einigung freuen, sagte dessen Sprecher. Der Koalitionspartner Die Linke wie auch die oppositionelle CDU forderte, dass eine Anpassung der Besoldung nicht nur neuen  Oberschullehrern zugutekommen dürfe, sondern allen ab der Grundschule. Für die Linke war der höhere Einstiegssold Teil eines Gesamtpakets bei Gesprächen mit den Gewerkschaften. Ältere Lehrer sollten etwa bei der Zahl der Unterrichtsstunden entlastet werden. Zudem bestätigten Koalitionäre, dass mit dem Sold auch die Front der Gewerkschaften bei den Verhandlungen über den Umgang mit verfassungswidrig zu niedrigem Sold von 2004 bis 2014 gebrochen werden sollte. Während bei der Polizei die Gewerkschaft GdP Proteste ankündigte, ist es bei Verdi und Lehrer-Gewerkschaft GEW in der Frage ruhig. axf

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