Potsdam : Spaßbad-Neubau: Potsdamer SPD rudert zurück

Die Potsdamer SPD tritt in der Freizeitbad-Frage den Rückzug an: Potsdam soll aus Kostengründen nur ein „funktionales Hallenbad“ bekommen und auch die Standortfrage ist wieder offen.

Die Sanierung der Schwimmhalle am Brauhausberg wird wohl deutlich teurer als die der drei anderen DDR-Bäder gleichen Bautyps in Erfurt, Leipzig und Dresden.
Die Sanierung der Schwimmhalle am Brauhausberg wird wohl deutlich teurer als die der drei anderen DDR-Bäder gleichen Bautyps in...Foto: Manfred Thomas

Potsdam - Die Landeshauptstadt verabschiedet sich vom Neubau eines Freizeitbads: Potsdams SPD-Chef Mike Schubert will auf dem heutigen Parteitag der städtischen Sozialdemokraten neue „Mindeststandards“ für ein Hallenbad beschließen lassen. Eine Freizeit- und Spaßbad-Ausstattung ist dabei nicht mehr vorgesehen. „Wir können uns weniger leisten als einmal gedacht war“, so Schubert. Auch fürchtet die SPD die Konkurrenz für ein Potsdamer Spaßbad durch das Freizeitbad in Werder (Havel). Dort haben die Bauarbeiten bereits begonnen, das Bad soll Ende 2012 fertig sein. Bisher gilt ein Beschluss des Stadtparlaments, wonach die kommunalen Stadtwerke für 18 Millionen Euro ein Sport- und Freizeitbad im Bornstedter Feld bauen sollen. Jüngst war allerdings klar geworden, dass das gewünschte Bad mindestens 25 Millionen Euro kosten würde. Die Potsdamer SPD, die den vor einem Jahr erstmals wiedergewählten Oberbürgermeister Jann Jakobs stellt, macht jetzt neben der Geld- auch die Standortfrage wieder auf. Die Sozialdemokraten fordern eine detaillierte Gegenüberstellung der Kosten für ein neues Hallenbad im Bornstedter Feld und eine Sanierung der Schwimmhalle am Brauhausberg aus DDR-Zeiten.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der Wochenendausgabe der "Potsdamer Neuesten Nachrichten".

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

Autor