Überregionales : Post verteidigt Weitergabe von Daten an Parteien

Berlin - Die Deutsche Post weist Kritik an der geschäftsmäßigen Weitergabe von Kundendaten zu Wahlkampfzwecken zurück. Die Tochterfirma Deutsche Post Direkt GmbH speichere personenbezogene Daten bei strikter Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes, teilte das Unternehmen mit. „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, dass die Post-Tochter seit 2005 Daten an Parteien verkaufe. Vor der Bundestagswahl 2017 hätten CDU und FDP jeweils einen fünfstelligen Betrag für straßengenaue Analysen gezahlt. Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar sagte, der Einsatz solcher Methoden müsse nach dem Skandal um Facebook neu bewertet werden. Wenn das Grundgesetz den Parteien die Aufgabe der Mitwirkung an der politischen Willensbildung übertrage, sei damit nicht gemeint, mit intransparenten Verfahren „den Wählerwillen zu manipulieren“. AFP

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