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Politisches Chaos in Thüringen : Linke laut Umfrage in Thüringen bei 39 Prozent – CDU stürzt ab

Rot-Rot-Grün hätte einer aktuellen Umfrage zufolge eine knappe Mehrheit in einem neuen Thüringer Landtag. Ramelow warnt vor Stillstand im Land. Der Newsblog.

Sven Lemkemeyer Julia Weiss Ingo Salmen Sylvia Lundschien Kai Portmann
Bodo Ramelow (Die Linke) und Parteikollegin Susanne Hennig-Wellsow am Montag vor der Fraktionssitzung im Landtag.
Bodo Ramelow (Die Linke) und Parteikollegin Susanne Hennig-Wellsow am Montag vor der Fraktionssitzung im Landtag.Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild

Nach dem Eklat bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen profitiert in dem Land vor allem die Linke mit derzeit 39 Prozent, während die CDU auf 13 Prozent abstürzt. Der aktuellen Umfrage zufolge ist zudem die Unzufriedenheit mit CDU-Chef Mike Mohring und dem geschäftsführenden Ministerspräsident Thomas Kemmerich (FDP) groß.

Linkspolitiker Bodo Ramelow strebt möglichst schon für die kommende Woche seine Wiederwahl als Ministerpräsident in Thüringen an. Er setze dabei auf „klare Vereinbarungen“ mit Teilen der CDU-Fraktion, sagte Ramelow am Montag in Erfurt. Ein weiterer Stillstand in Thüringen sei „staatspolitisch verantwortungslos“.

Linke, SPD und Grüne wollen Bodo Ramelow (Linke) nur erneut im Landtag zur Wahl des Ministerpräsidenten aufstellen, wenn sie vorab durch Zusagen aus anderen Fraktionen eine absolute Mehrheit gesichert haben.

Auf Stimmen der FDP-Fraktion kann Ramelow aber nicht setzen, wie ein FDP-Sprecher am Montag in Erfurt sagte. Auch die CDU lehnt bislang eine Unterstützung Ramelows ab und begründet dies mit dem Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundespartei, der eine Zusammenarbeit mit Linker und AfD ausschließt.

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