Überregionales : Petry: Höcke hat unter Pseudonym die NPD gelobt

Berlin - Die AfD-Spitze unter Parteichefin Frauke Petry unterstellt dem umstrittenen Thüringer Landeschef Björn Höcke, unter einem Pseudonym die NPD gelobt zu haben. Das geht aus dem Parteiausschlussantrag gegen Höcke hervor, der dieser Zeitung vorliegt. Dort heißt es: „Der AG“ – gemeint ist der Antragsgegner Höcke – „hat unter dem Namen ,Landolf Ladig‘ in den NPD-Veröffentlichungen ,Volk in Bewegung‘ und ,Eichsfeld-Stimme‘ Artikel verfasst, in denen die NPD für ihre politischen Ideen und das politische Konzept gelobt worden ist.“

Schon länger gab es den Verdacht, dass Höcke „Landolf Ladig“ ist. Doch nun sieht die Parteispitze dies offenbar als Gewissheit an. Das ist auch deshalb brisant, weil der Autor namens Landolf Ladig in der Zeitschrift „Volk in Bewegung“ den Nationalsozialismus verherrlicht.

Höcke kritisierte das Bekanntwerden des Ausschlussantrags, der auf den 30. März datiert ist. Die Antragseinreichung kurz vor dem Parteitag in Köln und das gezielte Streuen an die Medien „zeigen die machtpolitische Motivation des ganzen Vorgangs an“. Ein Thüringer Parteisprecher bezeichnete die Vorwürfe in der Causa „Landolf Ladig“ außerdem auf Anfrage als „hanebüchen“. fiem

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