Überregionales : OSZE: Ungleiche Bedingungen bei Türkei-Wahl

Istanbul - Nach den Wahlen in der Türkei haben internationale Beobachter Mängel kritisiert. „Leider hatten die Kandidaten nicht die gleichen Chancen“, sagte die Leiterin der Beobachterdelegation des Europarates (PACE), Olena Sotnyk, in Ankara am Montag. Der von Präsident Recep Tayyip Erdogan verhängte Ausnahmezustand habe mit seinen Restriktionen für Medien und die Versammlungsfreiheit den „Raum für demokratische Debatten beschränkt“. Die Chefin der Beobachter-Mission des OSZE-Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR), Audrey Glover, sagte, Beobachter seien behindert und Wähler eingeschüchtert worden.

Außenminister Heiko Maas rief Erdogan dazu auf, den Ausnahmezustand so schnell wie möglich aufzuheben. dpa