Überregionales : Nordkorea droht mit Abschuss

USA weiten Einreiseverbote aus und schicken Jets

Pjöngjang/Washington - Nordkorea hat im Streit mit den USA mit dem Abschuss von amerikanischen Langstreckenbombern gedroht. Die Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump am Wochenende seien eindeutig eine Kriegserklärung, sagte Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho am Montag im Anschluss an die jüngste UN-Vollversammlung in New York. „Da die USA unserem Land den Krieg erklärt haben, haben wir jedes Recht, Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, sagte Ri. „Dazu gehört das Recht, strategische Bomber der USA abzuschießen, auch wenn sie sich nicht im Luftraum unseres Landes befinden.“ Die USA haben unterdessen ihre Einreisebeschränkungen auf Bürger von Nordkorea und Venezuela ausgeweitet.

Nordkorea und die USA haben sich in den vergangenen Tagen einen verbalen Schlagabtausch geliefert. Trump hatte am Samstag getwittert, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und seine Regierung würden „nicht mehr lange hier sein“. Am selben Tag schickten die USA mehrere Langstreckenbomber aus Guam und Kampfjets in den internationalen Luftraum östlich von Nordkorea, um im Streit um das Atomprogramm Nordkoreas Stärke zu demonstrieren.

Am Sonntagabend hatte US-Präsident Donald Trump bekannt gegeben, dass Venezuela und Nordkorea als erste nicht-muslimische Länder unter die Einreisebeschränkungen fallen. Ebenfalls neu auf der Liste ist der mehrheitlich muslimische Tschad, dessen Nachbarland Sudan wurde von ihr gestrichen. Weiterhin betroffen sind Iraner, Syrer, Jemeniten, Libyer und Somalier.

Das Weiße Haus begründete die Einreisebeschränkungen mit mangelnder Sicherheit in den Ländern und fehlender Bereitschaft zur Kooperation. Präsident Trump hat Einsätze des US-Militärs in Nordkorea und Venezuela für denkbar erklärt. reu/dpa/AFP

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