HINTERGRUND : Madsack & die DDVG der SPD

Die SPD gehört zu den größten Eigentümern von Tageszeitungsbeteiligungen in Deutschland. Geführt wird das Medien- imperium über die parteieigene Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG).

Ein wesentlicher Teil der DDVG ist die Madsack- Gruppe aus Hannover. An deren Hauptgesellschaft „Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG“ ist die DDVG zu 20,4 Prozent beteiligt und der größte Einzelanteilseigner

Bedeutender ist aber die Beteiligung der DDVG in Höhe von 26 Prozent an der „Dr. Erich Madsack GmbH“: Diese führt die Geschäfte bei der Verlags-GmbH. Die 26 Prozent sichern der DDVG die Sperrminorität.

Beim Verlag gilt bei allen Entscheidungen: Die Stimmen derjenigen, die mehr Gewicht an der geschäftsführenden Gesellschaft haben, zählen auch beim Verlag selbst mehr. Neben der DDVG sind nur vier von über 30 Gesellschaftern der Hauptgesellschaft auch an der „Dr. Erich Madsack GmbH“ beteiligt. Daher, so Branchenkreise, liegt der Einfluss der SPD auf die Politik von Madsack nicht bei 26 Prozent, sondern faktisch eher bei 30 bis 40 Prozent.

Inge Wettig-Danielmeier, SPD-Schatzmeisterin und Generaltreuhänderin der DDVG, sagte dem Branchendienst Medien-Tenor einst: „Auch dort, wo wir nur 30 oder 40 Prozent haben, kann in der Regel nichts ohne uns passieren.“

Hinweise auf inhaltliche Einflussnahmen der SPD gibt es nicht. Die DDVG ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der SPD.PNN

 

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