Überregionales : Natur-Bund will Regeln für Dürrehilfe Nur Klimaschützer

sollen Geld bekommen

Potsdam - Finanzielle Hilfen für Betroffene der anhaltenden Dürre sollen nach Ansicht des Bundes für Natur und Umwelt Brandenburg mit Bedingungen verbunden sein. Die landwirtschaftlichen Betriebe sollten nachweisen, dass sie Maßnahmen zur Klimaanpassung und für den Klimaschutz getroffen hätten, erklärte der Vorstandsvorsitzende Carsten Preuß am Mittwoch. Nachhaltig wirtschaftende Landwirte leisteten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt und der Natur. Das Agrarministerium müsse entsprechende Kriterien erarbeiten. Das Land will die Landwirte mit fünf Millionen Euro unterstützen. Probleme würden durch staatliche Zuwendungen jedoch nicht gelöst, sagte Preuß.

Natürlich gebe es Regeln für das Brandenburger Soforthilfeprogramm, sagte Jens-Uwe Schade, Sprecher des Agrarministeriums. Das Geld solle Rinder- und Schweinehaltern zur Verfügung stehen, die mindestens 50 Prozent ihrer Fläche für den Futteranbau für Tiere im eigenen Betrieb nutzen. Gerade Tierhalter benötigten Hilfen, um bei steigenden Futterpreisen ihre Tiere versorgen zu können. Das Sofortprogramm sei als kleineres Programm unterhalb der Genehmigungsgrenze durch die EU konzipiert. Brandenburg gilt als bundesweit mit am stärksten von der Dürre betroffen, es wird mit deutlichen Ernteeinbußen der Landwirte gerechnet. Diese könnten auch Tausende Arbeitsplätze betreffen, hieß es von der Landesregierung.

Am kommenden Montag treffen sich Vertreter von Bund und Ländern in Berlin erneut. Zu der Besprechung in Berlin habe das Bundesagrarministerium eingeladen, sagte eine Sprecherin. Es handele sich um ein nicht-öffentliches Arbeitstreffen.

Der Bauernverband fordert Hilfen von einer Milliarde Euro für deutsche Bauern. Für das Geld sind in erster Linie die Bundesländer zuständig. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will zunächst die Erntebilanz abwarten. Viehhaltern soll aber schnell geholfen werden. dpa

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