Überregionales : Mutmaßlich Anschlag auf russische Botschaft geplant

Frank Jansen

Berlin - Der am Sonnabend bei Leipzig festgenommene Marokkaner soll einen Anschlag auf die russische Botschaft in Berlin geplant haben. Dazu habe es Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz gegeben, hieß es am Montag in Sicherheitskreisen. Mohammed B.-H. habe sich in eine der üblichen Demonstrationen vor der Botschaft mischen wollen. Was der 24-Jährige genau geplant habe, sei allerdings noch Gegenstand von Ermittlungen. Möglicherweise habe Mohammed B.-H. einen Angriff als Rache für die Unterstützung des syrischen Diktators Baschar al Assad durch Russland verüben wollen.

Die Polizei hatte den Flüchtling in einer Unterkunft für Asylbewerber in Borsdorf festgenommen. Der Mann werde verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben, sagte ein Polizeisprecher. Das Amtsgericht Leipzig ordnete aber zunächst nur einen 14-tägigen Polizeigewahrsam an.

Mohammed B.-H. sei schon im Februar aufgefallen, sagten Sicherheitsexperten. Der Marokkaner sei im Februar vor dem Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf aufgetaucht und habe Schüler gewarnt, das Gebäude zu betreten. Er habe behauptet, in seinem Rucksack befinde sich eine Bombe. Die Schüler alarmierten die Leitung des Zentrums. Das Gelände wurde evakuiert. Es blieb aber unklar, wer der Mann war, der die Bombendrohung von sich gegeben hatte. Der Verfassungsschutz kam ihm dann auf die Spur. Da B.-H. als gefährlich gilt, nahmen ihn nun Spezialeinsatzkräfte des sächsischen Landeskriminalamts fest. Frank Jansen

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